Mein Wohnmobil. Mein Zuhause.

Profitiere von meinen Erfahrungen und Tipps, die ich während dem Umbau meines Kastenwagens zum Wohnmobil gesammelt habe.

Bis ich mit meinem Campervan das erste Mal auf Reisen gehen konnte, dauerte es nach dem Kauf noch sieben Wochen. In dieser Zeit wurde nahezu täglich am Wohnmobil geschraubt und geklebt sowie an den Teilen für den Innenausbau gesägt.

Vermutlich hätte ich dieses Projekt nicht in dem doch kurzen Zeitraum umsetzen können, wenn ich da nicht die helfenden Hände meiner Eltern gehabt hätte.

Erfahrungen darin, wie man einen Kastenwagen in ein Wohnmobil ausbaut, hatte zuvor niemand von uns. Geschweige denn Ahnung davon, wie man einen Wohnmobilausbau ohne eine vorhandene Werkstatt und nur mit den einfachsten Werkzeugen – die jeder Hausbesitzer oder Hobbyheimwerker besitzt – umsetzen soll.

Der Ausbau meines Opel Movano Kastenwagen zum Wohnmobil, war also mehr ein Experiment.

Allerdings mit dem Ziel eine gültige TÜV-Zulassung zu bekommen, um mir die Vergünstigungen einer Wohnmobilversicherung zum Vorteil zu machen und das Fahrzeug legal als Campervan auf den Straßen fahren zu dürfen.

Folge mir auf Instagram

Leben, reisen und wohnen in einem Campervan?

Die Idee in einem Campervan durch Europa zu reisen und damit eigentlich auf länger Zeit in einem Auto zu leben beziehungsweise zu wohnen, war im Grunde nicht neu für mich. Bereits vor meinem Ausbruch aus einem gesellschaftlich konformen Leben, habe ich diesbezüglich schon viel Erfahrung auf unzähligen kleineren Reisen, Kurzurlauben und Festivals sammeln können.

In den Sommermonaten lebte ich bereits mehr oder weniger in meinen bisherigen Autos. Sobald die ersten Sonnenstrahlen warm genug waren, legte ich die Rückbank um und packte eine Matratze rein. Zack, und fertig war meine fahrende Behausung, die genügend Platz für zwei Personen bot, selbst wenn man sich nicht derart mochte, um miteinander Kuscheln zu wollen.

Völlig ausreichend, um zum Beispiel den Süden von Frankreich zu erkunden, auf Festivals nicht im Zelt pennen zu müssen oder als Fahrer auf einem Weinfest ebenfalls etwas trinken zu können.

Den Entschluss, in einem Wohnmobil leben, wohnen und zu reisen, habe ich auf meiner Reise durch Australien gefasst. Hier war ich zumeist mit Mietwagen und Zelt entlang der West- und Südküste sowie quer durch Tasmanien unterwegs.

Dabei wurde mir immer wieder bewusst, dass ich so einfach flexibler und unabhängiger Reisen kann. Vor allem, wenn ich in Gebiete wollte, welche nicht entlang der Hauptrouten von Bahn- oder Buslinien lagen und somit deutlich schwieriger beziehungsweise mit einem größeren Zeitaufwand zu erreichen waren.

Zeit, die man mit einem zeitlich begrenzten Urlaub oder Visum nicht hat beziehungsweise nicht unbedingt investieren möchte.

Im Oktober 2017 ging es mit meinem ausgebauten Kastenwagen für 3 Monate nach Island

Mein ausgebauter Kastenwagen unter den Polarlichtern in Island

Vorteile mit einem Wohnmobil zu reisen

Der größte Vorteil mit meinem Wohnmobil zu reisen ist für mich, dass ich so wirklich unabhängig reisen kann. Auch abseits typischer Infrastruktur, wie Transportmittel, Hotels und Supermärkten. Ebenso natürlich auch der Genuss, einfach dort bleiben zu können, wo ich gerade bin und es mir momentan gefällt.

Wie eine Schnecke, habe ich seit dem Wohnmobilausbau mein Haus immer dabei und kann von Tag zu Tag neu entscheiden, ob ich mich bewege oder doch lieber noch einen Tag mehr am selben Ort verweile.

Auch was das Thema Reisekosten betrifft, bietet ein Leben im Wohnmobil aus meiner Sicht deutliche Vorteile.

Wer reist beziehungsweise auf Dauer unterwegs ist, benötigt neben entsprechenden Transportmitteln, auch diverse Möglichkeiten zu Übernachten. Wenn du nicht gerade mit dem Daumen im Wind um die Welt reisen und in irgendwelchen Parks und Wäldern wildcampen möchtest, kommst du an diesen Ausgaben definitiv nicht vorbei.

Auch in Europa kann, je nach Reiseland und Jahreszeit, ein Flugticket, der Mietwagen und auch eine Übernachtung im Hostel, eben mal eine ganze Stange Geld kosten. Vor allem, wenn du den Norden von Europa auf deinen Reisen erkunden möchtest!

Mit deinem eigenen mobilen Zuhause, bist du jedoch nicht gänzlich von Kosten befreit. Auch hier fallen erst einmal die Investition in ein passendes Fahrzeug sowie die regelmäßigen Ausgaben für die Unterhaltung deines Wohnmobils an – zum Beispiel Kraftstoff, Versicherung, Steuern und TÜV.

Jedoch werden in Abhängigkeit zu deinen Reisezielen und der Dauer, die du dein Wohnmobil effektiv nutzt, deine Reisekosten mit jedem Tag sinken und die Investitionskosten sich im Laufe der Zeit amortisieren.

Betrachten wir nur einmal die Übernachtungskosten. Angenommen, eine Übernachtung in einem Hostel Anzeige kostet im Durchschnitt 20 Euro pro Person und Nacht. Dann wären das 7.300 Euro, die du als Dauerreisender dafür jedes Jahr ausgeben würdest.

Bereits nach anderthalb bis zwei Jahren hat sich die Investition, in einen Kastenwagen beziehungsweise in den Wohnmobilausbau, gerechnet.

In dieser Betrachtung darfst du natürlich nicht vergessen, dass du bei einem Wiederverkauf deines Wohnmobils noch einen gewissen Restwert erzielen kannst. Den Erlös musst du deinen gesamten Reisekosten noch einmal gegenrechnen, um deine tatsächlichen Ausgaben zu ermitteln.

Und nochmal, wir reden hier von durchschnittlichen Übernachtungskosten von 20 Euro pro Nacht und Person in einem Hostel. Sofern du nicht mit deinem Wohnmobil alleine auf Reisen gehst, wäre die Ersparnis noch einmal deutlich größer und der Zeitraum, in dem sich ein Campervan amortisiert, kürzer!

Ein Wohnmobil bietet dir zudem mehr Platz und Möglichkeiten, deine Freiheit zu gestalten. Zum Beispiel, wenn du so wie ich, über mehrere Monate und Klimazonen hinweg unterwegs sein möchtest und hierzu je nach Jahreszeit auch passende Kleidung brauchst.

Absolute Freiheit in den Weiten Skandinaviens

Erfahrungen und Tipps für den Wohnmobilausbau

Bevor du dich an den Umbau deines Kastenwagen machst, muss du erst einmal ein passendes Fahrzeug finden.

Dieser Artikel enthält viele hilfreiche Tipps und Gedanken die dir dabei helfen, das für dich richtige Basisfahrzeug zu finden.

Du möchtest mir etwas mitteilen oder hast eine Frage? Hinterlasse doch ganz einfach ein Kommentar.

2 Gedanken zu “Wohnmobil ausbauen: Erfahrungen und Tipps”

  1. hallo. Ich habe einen umgebauten , gebrauchten Opel Movano gefunden, der aber etwas “luxuriöser” eingerichtet ist, als deiner. Mein Lebentraum war schon immer , so viel von der Welt zu sehen, wie auch möglich. Ich liebe aber auch meinen Hund, und würde gerne mit Hund reisen. Ich würde den Führerschein auch nur machen (habe ihn noch nicht, weil ich PKWs in einer Großstadt immer unnötig fand) , falls ich dann mit einem solchen Kastenwagen fahren dürfte. In Österreich darf man 3,5 t Gesamtgewicht nicht übersteigen.
    Beim Leergewicht wurde in der Anzeige angegeben 2600 kg. Ich nehme an, vor dem Umbau??

    Wie kann ich generell sicher sein, wieviel gebrauchte, teilweise möblierte Kastenwägen wiegen? Ich weiß, mit meinen Fragen mach ich mich hier gerade ziemlich zum Trottel :D Aber wenn Ich Kastenwägen mit einer bestimmten Einrichtung (und da red ich jetzt nur von einem fixen Bett, einer mini Küchenzeile mit Kühlschrank und einer Kaffeemaschine, WC, und vielen Staumöglichkeiten) ca in der Größe eines Movanos (eben weil man stehen kann, ohne sich die Birne anzuhauen ^^) dann mit einem B-Schein nicht fahren dürfte, wäre der ganze Führerschein für mich hinfällig.

    Ich finde deinen Blog wunderbar, und auch sehr hilfreich. Danke schonmal dafür.

    Würde mich um eine Antwort, per mail, sehr freuen.

    Alles Gute (wo auch immer du gerade bist :) ) Petra

    • Hallo Petra,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar und deine Fragen!

      Sorry, dass es mit meiner Antwort etwas länger gedauert hat. Die letzten Tage habe ich mich mit einer fetten Erkältung im Bett rumgequält. Die Rückkehr nach Europa und das Sziget Festival in Budapest haben mir gesundheitlich ordentlich zugesetzt.

      Hinsichtlich deiner Fragen würde ich mir gar nicht so viele Gedanken darüber machen, was andere Leute darüber denken könnten. Wie heißt es im Song der Sesamstraße: „Wer nicht fragt bleibt dumm.“

      Um wirklich sicherzugehen, ob das in der Anzeige angegebene Leergewicht von 2,6 Tonnen das aktuelle Gesamtgewicht des Opel Movano ist, hilft nur ein Blick in die Zulassungspapiere. In Deutschland befindet sich dies im Zulassungsschein Teil 1 unter dem Punkt G.

      Auf diese Weise kannst du generell feststellen, wieviel ein zum Wohnmobil ausgebauter Kastenwagen (aber auch jedes andere Fahrzeug) wiegt. Denn, nach Ausbau eines Kastenwagens ergibt sich eine Nutzungsänderung des Fahrzeuges, welche vom TÜV abgenommen werden muss.

      Alle vorgenommenen Änderungen am Fahrzeug und deren Auswirkungen werden dann in den Zulassungspapieren dokumentiert. Gewicht, Anzahl Sitzplätze, Gasanlage etc.

      Ich hoffe, dass es der Opel Movano für dich werden wird und du schnell deinen Führerschein in der Tasche hast!

      Grüße, Torsten …

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Abschicken deines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass ich deinen gewählten Namen (dies kann auch ein Pseudonym sein), deine eMail-Adresse, der Zeitpunkt der Erstellung deines Kommentars sowie (sofern von dir angegeben) die Angaben zu deiner Webseite speichere und nach Freigabe deines Kommentars dein gewählter Name, der Zeitpunkt der Erstellung deines Kommentars sowie die URL zu deiner angegebenen Webseite öffentlich sichtbar ist. Deine IP-Adresse wird nicht gespeichert.

Weitere Informationen zum Umgang mit deinen persönlichen Daten kannst du meiner Datenschutzerklärung entnehmen.