Fähre nach Schweden mit Hund
Direkt nach Schweden oder besser die kurze Fährroute über Dänemark: Welche Verbindung für deinen Hund entspannter ist, entscheidet sich nicht nach Kilometern
Wenn du mit Hund im Auto oder Wohnmobil nach Schweden reist, führen mehrere Wege ans Ziel. Für die meisten Hunde sind lange Strecken dabei selten das Problem. Stress entsteht meist durch Warten, Lärm, Unruhe auf der Fähre und die Frage, ob dein Hund während der Überfahrt bei dir bleiben kann. Genau deshalb vergleicht dieser Artikel die verschiedenen Routen aus Hundesicht. Er zeigt, wann eine Direktfähre nach Schweden die bessere Wahl ist, wann die Strecke über Dänemark mit den kurzen Fährverbindungen Puttgarden–Rødby oder Rostock–Gedser entspannter sein kann – und in welchen Fällen die Route über Dänemark für euch eher nicht infrage kommt.
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- Das Wichtigste zur Schwedenfähre mit Hund im 60-Sekunden-Überblick
Nicht die schnellste Route zählt, sondern die, die für deinen Hund am wenigsten Stress bedeutet - Schnellcheck: Welche Route passt zu deinem Hund?
In 3 Szenarien prüfen: Allein im Fahrzeug, echte Pausen oder Dänemark-Risiko - Mit Hund durch Dänemark nach Schweden: Erst klären, ob ihr das überhaupt solltet
Wichtiger Filter vor jeder Buchung: Wann Dänemark okay ist – und wann besser nicht - Fährrouten nach Schweden mit Hund: Welche Route ist für deinen Hund die bessere?
Direktfähre oder kurze Etappen über Dänemark – mit klarer Logik statt Kartenromantik - Praxisbeispiel: Warum ich mich für die Route über Dänemark entschieden habe
Warum für meinen Fall die Route über Dänemark besser gepasst hat – und was du daraus für deine Entscheidung mitnehmen kannst - Einreise nach Schweden mit Hund: Was vor der Grenze erledigt sein muss
Chip, Heimtierausweis, Tollwutimpfung und Zollanmeldung – damit es an der Einreise nicht scheitert - FAQ: Fähre nach Schweden mit Hund – die wichtigsten Fragen vor deiner Reise
Kurze Antworten auf die Punkte, die nach dem Routenvergleich meist noch offen bleiben
Das Wichtigste zur Schwedenfähre mit Hund in 60 Sekunden
Wenn du mit deinem Hund nach Schweden willst, geht es selten um die schnellste Route. Es geht um einen Reisetag, der für deinen Hund praktisch funktioniert – und darum, ob er während der Überfahrt bei dir bleiben kann, an Bord einen ruhigen Rückzugsort hat und wie viel Schiff am Stück überhaupt zu ihm passt. Danach entscheidet sich, welche Fährverbindung und welche Reederei für euch sinnvoll sind: aus Hundesicht, nicht nach Kilometern.
- Mit Hund nach Schweden: Für die meisten Reisen bleiben in der Praxis zwei echte Optionen: Direktfähre nach Schweden oder die Route über Dänemark in Etappen.
- Die Kernfrage: Muss dein Hund während der Überfahrt allein im Fahrzeug bleiben – ohne dass du zu ihm kannst? Wenn das für euch keine Option ist, buche gezielt eine Fährverbindung mit Haustierkabine oder Hundebereichen an Bord.
- Dänemark zuerst klären: Listenhunde, Listenhund-Optik oder unklare Herkunft? Dann ist die Direktfähre von Deutschland nach Schweden meist die sicherere Wahl. Die Route über Dänemark funktioniert nur, wenn du die Transitregeln wirklich sicher erfüllst.
- Direktfähre vs. Dänemark-Route: Die Direktfähre bedeutet nur einmal Boarding, weniger Wechsel, dafür aber eine längere Passage. Über Dänemark hast du mehr Kontrolle und Pausen, dafür aber zusätzliche Etappen und Übergänge. Die einzelnen Fährpassagen ab Puttgarden oder Rostock sind je nach Route deutlich kürzer und für viele Hunde weniger stressig.
- Die Reederei macht den Unterschied: Ob Haustierkabine, Hundebereich an Bord, Autodeck-Regeln oder Gassi-Möglichkeiten – die Regeln unterscheiden sich je nach Verbindung deutlich. Prüfe das vor der Buchung, nicht erst am Hafen.
- Einreise nach Schweden: EU-Heimtierausweis, Mikrochip, gültige Tollwutimpfung und Zollanmeldung in Schweden gehören dazu – immer. Wenn das sauber vorbereitet ist, ist die Einreise meist unkompliziert.
Entscheidend ist nicht die Route, die auf dem Papier am schnellsten aussieht, sondern die, die für deinen Hund unterwegs am wenigsten Stress erzeugt. Klär deshalb zuerst drei Punkte: Kann dein Hund während der Überfahrt bei dir bleiben? Kommt die Route über Dänemark für euch rechtlich überhaupt infrage? Und welche Reederei bietet die Bedingungen, die ihr wirklich braucht? Erst danach kannst du sinnvoll entscheiden, welche Route für euch wirklich passt.
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Scandlines – kurze Überfahrten, Hund kann mit an Deck
Mit Scandlines fährst du in kurzen Etappen über Dänemark – statt einer langen Passage am Stück. Dein Hund kann mit an Deck (du musst ihn nicht im Auto lassen). Beispiel: Puttgarden–Rødby (ca. 45 Min.), danach weiter Richtung Schweden im Wohnmobil.
Wenn du nach „Fähre nach Schweden mit Hund“ suchst, landest du fast immer bei denselben Routen: über Dänemark mit kurzen Fährfahrten und/oder der Öresundbrücke Richtung Malmö – oder per Direktfähre von Deutschland nach Schweden.
Viele Hundebesitzer entscheiden sich zuerst für die Dänemark-Route: Auf der Karte wirkt sie logisch, über Malmö bleibt sie flexibel und in Foren, Navi-Apps und Buchungsportalen wird sie oft als „schnellster Weg nach Schweden“ empfohlen.
Mit Hund geht es aber nicht nur um Fahrzeit, Mautgebühren und das, was Google Maps sagt. Das wird bei der Reiseplanung leider oft vergessen. Entscheidend ist, wie sich dieser Reisetag für deinen Hund anfühlt – und ob Dänemark für euch überhaupt eine Option ist.
Die eigentliche Frage hinter der Suche ist fast immer dieselbe: Muss mein Hund während der Überfahrt allein im Fahrzeug bleiben – und darf ich zwischendurch zu ihm?
Schnellcheck: Welche Route passt zu deinem Hund?
Frag nicht zuerst nach der schnellsten Route oder dem billigsten Weg. Frag: Was stresst deinen Hund unterwegs am meisten? Für manche Hunde ist eine lange Passage am Stück das Problem. Für andere ist es, während der Überfahrt allein im Fahrzeug bleiben zu müssen. Die beste Route nach Schweden ist jedoch die, die genau diesen Stressmoment so klein wie möglich macht.
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Allein im Fahrzeug ist keine Option
Dein Hund kann nicht entspannt im Auto oder Wohnmobil bleiben, wenn du weg bist – oder du willst ihn dort nicht allein lassen. Dann brauchst du eine Verbindung, bei der ihr zusammenbleiben könnt oder dein Hund an Bord einen echten Rückzugsort hat: Haustierkabine oder gesonderter Hundebereich. Entscheidend ist dabei: Auf vielen Fähren bleibt das Autodeck während der Überfahrt geschlossen. Du kannst also nicht einfach zu deinem Fahrzeug zurück. → Zum Routenvergleich
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Dein Hund braucht echte Pausen
Dann passt die Route über Dänemark in kurzen Etappen oft besser als eine lange Überfahrt am Stück. Ihr habt mehrere kürzere Abschnitte statt einer einzigen langen Passage. Für viele Hunde ist das entspannter. Das gilt aber nur, wenn Dänemark für euch rechtlich überhaupt sauber passt.
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Dänemark ist für euch keine saubere Lösung
Dann ist die Route über Dänemark meist nicht die richtige Option. Wenn Herkunft, Optik oder Papiere deines Hundes nicht glasklar sind – oder du unterwegs Diskussionen vermeiden willst, ist die Direktfähre meist die bessere Wahl. Nicht, weil sie immer bequemer ist, sondern weil sie das rechtliche Risiko aus der Planung nimmt.
Spätestens beim Blick ins strenge dänische Hundegesetz, mit einer Liste verbotener Rassen und Mischlinge, Auflagen und im Extremfall der Möglichkeit von Beschlagnahmung oder Einschläferung, wird klar:
Wer mit einem Listenhund oder einem Hund mit Listenhund-Optik unterwegs ist, sollte die klassische Dänemark-Route – egal ob auf dem Landweg, mit der Fähre Helsingør–Helsingborg oder der Öresundbrücke – nur dann wählen, wenn er genau weiß, worauf er sich einlässt.
Für die meisten Touristen ist das absolut kein Thema – solange Herkunft und Typ deines Hundes eindeutig sind und du das bei Bedarf auch plausibel belegen kannst.
Es gibt zwar Ausnahmen für die reine Durchreise – auch mit verbotenen Rassen oder (vermuteten) Mixen. Aber die Bedingungen sind eng. Das ist nichts, was man als Plan A „mal ausprobiert“ und unterwegs hofft, dass es schon gutgeht.
Im Zweifel entscheidet deine Routenwahl über mehr als nur Fahrzeit und Ticketpreis.
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Direkt nach Schweden – ohne Dänemark
Wenn Dänemark für euch nicht infrage kommt oder sich einfach nicht richtig anfühlt: Nehmt den direkten Weg nach Schweden – mit den TT-Line Fähren ab Rostock oder Travemünde. Stressfrei starten, entspannt ankommen.
Mit Hund durch Dänemark nach Schweden: Erst klären, ob ihr das überhaupt solltet
Auf der Karte wirkt Dänemark für viele wie die logischste Route: kurze Fährpassagen, flexibel, schnell Richtung Schweden. Das kann funktionieren. Mit Hund ist Dänemark aber nicht einfach nur ein Transitland. Die Strecke muss für euch nicht nur praktisch, sondern auch rechtlich sauber funktionieren. Sobald Rasse, Herkunft oder Optik deines Hundes Fragen aufwerfen könnten, wird aus einer scheinbar einfachen Route schnell ein unnötiges Risiko. Genau das solltest du nicht erst unterwegs merken.
Ich nenne das den Dänemark-Filter. Klär also zuerst, ob Dänemark für euch überhaupt infrage kommt. Erst wenn das klar ist, lohnt sich der Routenvergleich.
Warum dieser Filter nötig ist, zeigen die offiziellen Regeln zum dänischen Hundegesetz und die Einordnung von TASSO: „Urlaub mit Hund in Dänemark: Das Risiko reist mit“. Genau deshalb liegt Dänemark nicht einfach nur auf dem Weg nach Schweden, sondern ist ein Thema, das du bei der Reiseplanung nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest.
Kurz-Check: Betrifft euch Dänemark überhaupt?
- Unkritisch: Keine verbotene Rasse, kein problematischer Mix, die Herkunft deines Hundes ist klar dokumentiert. Dann kannst du die Route über Dänemark mit kurzen Fährpassagen als Option bei deiner Planung einbeziehen und direkt zum Routenvergleich springen.
- Unsicher: Rasse, Mix oder Optik sind nicht eindeutig. Dann musst du bewusst entscheiden: Transit nach strikten Regeln und mit sauberer Dokumentation (wenn du das Risiko bewusst tragen willst) – oder Dänemark konsequent umgehen.
- Risiko: Listenhund, Listenhund-Optik oder unklare Herkunft. Dann ist die Direktfähre meist die bessere Wahl. Transit nur, wenn du die engen Bedingungen wirklich einhältst. Sonst lass es.
Warum dieser harte Filter? Nicht, um Panik zu machen. Er soll verhindern, dass aus einer scheinbar einfachen Route genau dort Stress wird, wo du ihn am wenigsten brauchst: unter Zeitdruck, an der Grenze, mit Hund.
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Non-Stop: Der direkte Weg nach Schweden
Spare dir Stress und Diskussionen unterwegs: Direktfähren von Rostock oder Travemünde bringen dich und deinen Hund ohne Zwischenstopp nach Schweden. Hier findest du Fahrzeiten, Kabineninfos und hundefreundliche Bereiche an Bord.
Durchreise durch Dänemark: Für welche Hunde das kritisch sein kann
Prüf die Route über Dänemark besonders genau, wenn einer dieser Punkte auf deinen Hund zutrifft:
- die Papiere deuten auf eine verbotene Rasse oder einen problematischen Mix hin
- Herkunft oder Abstammung sind nicht sauber belegbar, z. B. bei Auslandstierschutz oder unbekanntem Mix
- dein Hund wirkt optisch listenhund-typisch oder könnte bei einer Kontrolle so eingeordnet werden
Wichtig ist nicht nur, was du selbst über deinen Hund weißt. Entscheidend ist, was du im Zweifel glaubhaft belegen kannst. Eine Übersicht der betroffenen Hunderassen findest du bei der dänischen Lebensmittelbehörde (Fødevarestyrelsen).
Für bestimmte verbotene Rassen oder Mischlinge kann ein reiner Transit dennoch möglich sein, aber nur unter engen Bedingungen und nur dann, wenn ihr euch auch wirklich wie auf Durchreise verhaltet:
- Keine unnötigen Stopps: kein Sightseeing, kein „wir gucken mal kurz“.
- Hund bleibt im Fahrzeug: raus nur kurz zum Lösen, dann direkt wieder rein.
- Keine Bahnreise: Die Transit-Ausnahme gilt nicht für Fahrten mit dem Zug.
- Unterlagen griffbereit: EU-Heimtierausweis plus alles, was Herkunft und Typ deines Hundes plausibel belegt.
Praktisch heißt das: Route vorher festlegen, vor der Grenze Tanken und notwendige Pausen planen. Eure Durchreise sollte auch tatsächlich wie Transit wirken und nicht wie ein Zwischenstopp im Dänemark-Urlaub.
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Dänemark ist raus? Fahr direkt nach Schweden
Mach’s dir einfach: Mit TT-Line direkt von Rostock oder Travemünde nach Trelleborg – ganz ohne Transit durch Dänemark. Tierfreundliche Kabinen (früh buchen) und Hundebereiche an Deck inklusive für euch.
Pro-Tipp: Wenn du in Dänemark irgendwo anhalten und mit deinem Hund kurz zum Gassi raus musst – in Dänemark gilt im Wald ganzjährig Leinenpflicht, an Stränden saisonal.
Lese-Tipp: Wenn bei deinem Hund das Thema Listenhund, Listenhund-Optik oder unklare Herkunft mitspielt, findest du hier zusätzliche Praxis-Erfahrungen für Reisen mit besonderen Hunden. Franziska war selbst mit zwei Hunden in Schweden unterwegs und hat ihre Gedanken dazu aufgeschrieben: Urlaub mit besonderen Hunden.
Fährrouten nach Schweden mit Hund: Welche Route ist für deinen Hund die bessere?
Wenn du nach „Fähre nach Schweden mit Hund“ oder „mit Hund und Wohnmobil nach Schweden“ googelst, suchst du am Ende nicht irgendeine Verbindung nach Schweden, sondern eine Route, die für deinen Hund am Reisetag wirklich funktioniert – ohne Stress und ohne böse Überraschungen am Hafen.
Genau deshalb reicht es nicht, auf Fahrzeit oder Ticketpreis zu schauen. Entscheidend ist, was deinen Hund stresst und euch an Bord tatsächlich erwartet:
- Warten und Gedränge: Wie lange steht ihr im Lärm, zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen Hunden?
- Rückzug an Bord: Gibt es einen ruhigen Ort, an dem dein Hund entspannt bei dir bleiben kann – oder nur Reizüberflutung?
- Trennung während der Überfahrt: Bleibt dein Hund bei dir oder muss er allein im Fahrzeug warten?
Für den Routenvergleich zählt am Ende also nicht der schnellste Weg nach Schweden, sondern die Verbindung, die für deinen Hund praktisch besser funktioniert und auf der er die Überfahrt entspannt erleben kann.
Die zwei Hauptrouten nach Schweden: Direkt oder in kurzen Etappen
Für die Anreise nach Schweden mit Auto oder Wohnmobil gibt es zwei Routen: eine lange Überfahrt direkt nach Schweden oder die Strecke über Dänemark mit mehreren kurzen Etappen. Welche besser passt, entscheidet sich nicht nach Kilometern, sondern danach, was deinen Hund unterwegs am stärksten stresst.
- Direktfähre von Deutschland nach Schweden, je nach Verbindung 6 bis 14 Stunden
- Route über Dänemark mit Kurzfähre(n) und/oder Brücke, dafür mehrere kürzere Etappen
Route A: Direktfähre Deutschland nach Schweden
Die Direktfähre wirkt auf den ersten Blick wie die einfachste Lösung: einmal an Bord, einmal wieder runter. Genau das ist ihr größter Vorteil, wenn du Dänemark bewusst ausschließen willst und dein Hund an Bord wirklich zur Ruhe kommen kann. Ihr habt nur ein Boarding, keine Durchfahrt durch Dänemark und keine zusätzliche Grenze.
Das ist vor allem dann Gold wert, wenn du unterwegs keine Diskussionen und keine rechtlichen Unsicherheiten haben willst.
Für deinen Hund entscheidet sich diese Route aber fast an einer einzigen Frage: Hat dein Hund an Bord einen echten Rückzugsort oder ist er viele Stunden Lärm, Bewegung und anderen Hunden ausgesetzt?
- Haustierkabine ist meist die beste Lösung: Am entspanntesten ist die Direktfähre dann, wenn dein Hund an Bord einen echten Rückzugsort hat. Genau dafür ist eine Haustierkabine oft die beste Wahl. Für viele Hunde macht sie den Unterschied zwischen einer ruhigen Überfahrt und unnötigem Stress. Tür zu. Reiz runter.
- Hundebereich ist nicht automatisch entspannt: Ein Hundebereich kann helfen, ist für sensible Hunde aber nicht automatisch die bessere Lösung. Wenn dein Hund mit anderen Hunden, Enge oder Unruhe schlecht klarkommt, kann genau das zusätzlichen Stress auslösen.
- Gassi-Gehen bleibt an Bord begrenzt: Je nach Reederei gibt es nur bestimmte Bereiche an Deck oder eine Hundetoilette. Mehr als das ist während einer langen Überfahrt meist nicht drin. Für manche Hunde reicht das nicht. Sie lösen sich in dieser Umgebung oftmals gar nicht.
Eine Direktfähre nach Schweden passt vor allem dann gut, wenn dein Hund in einer Haustierkabine oder in einer ruhigen Bordlösung wirklich zur Ruhe kommen kann.
Die Kehrseite ist die Dauer der Überfahrt: Je nach Verbindung verbringst du viele Stunden auf der Fähre. Wenn keine passende Haustierkabine mehr frei ist und dein Hund an Bord keinen ruhigen Rückzugsort hat, kann die direkte Route schnell zur schlechteren Wahl werden.
Gerade wenn dein Hund Ruhe braucht, solltest du dein Fährticket deshalb früh buchen. Die begrenzten Haustierkabinen sind vor allem in der Hauptsaison oft zuerst ausgebucht.
Wenn Dänemark für euch raus ist und ihr den Reisetag möglichst ruhig halten wollt, sind Direktfähren ab Rostock oder Travemünde oft der sinnvollste Startpunkt. Die wichtigsten Verbindungen findest du hier im Überblick.
Anzeige Die Buchungslinks sind Empfehlungs-Links
| Verbindung | Reederei | Dauer | Haustierkabine | Hundebereich / Gassi | Urteil aus Hundesicht | Buchungslink |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rostock → Trelleborg | TT-Line | ca. 6 Std. | Ja, begrenzte Anzahl; teils auch reguläre Kabinen mit Haustier gegen Aufpreis | Hundetoilette auf dem Außendeck; alle öffentlichen Bereiche sind auch mit Hund zugänglich | Sehr stark, wenn du eine eher kurze Direktfahrt willst; mit Haustierkabine besonders entspannt | Verbindung prüfen |
| Travemünde → Trelleborg | TT-Line | ca. 8 Std. | Ja, begrenzte Anzahl; teils auch reguläre Kabinen mit Haustier gegen Aufpreis | Hundetoilette auf dem Außendeck; alle öffentlichen Bereiche sind auch mit Hund zugänglich | Gut bis stark, wenn eine längere Direktfahrt für euch okay ist oder Dänemark ausscheidet | Verbindung prüfen |
| Rostock → Trelleborg | Stena Line | ca. 6 Std. | Ja, je nach Schiff und Verbindung verfügbar; Buchung immer erforderlich | Nur in Kabinen und ausgewiesenen Deckbereichen erlaubt; kein Zutritt in allgemeine Passagierbereiche | Gut, wenn die Abfahrt besser zu eurer Reise passt; Bordlösung vor Buchung genauer prüfen | Verbindung prüfen |
| Travemünde → Malmö | Finnlines | ca. 9 Std. | Ja, bei Reisen mit Haustier Pflicht – auch bei Tagesabfahrten | Haustierdeck mit Hundetoilette; keine Haustiere in Restaurants oder Bars | Stark, wenn Malmö für euch als Ankunft passt und ihr mit fester Haustierkabine plant | Verbindung prüfen |
| Kiel → Göteborg | Stena Line | ca. 14 Std. | Ja, je nach Schiff und Verbindung verfügbar; Buchung immer erforderlich | Nur in Kabinen und ausgewiesenen Deckbereichen erlaubt; kein Zutritt in allgemeine Passagierbereiche | Stark mit Kabine; vor allem für Nachtfahrt oder Weiterreise Richtung Norwegen | Verbindung prüfen |
Wenn du keine passende Haustierkabine mehr bekommst, kann die Route über Dänemark die sinnvollere Wahl sein – etwa über die Fähren Puttgarden–Rødby oder Rostock–Gedser. Die Überfahrten bleiben dort kürzer, auf der Weiterfahrt nach Schweden sind echte Pausen möglich. Das stresst viele Hunde spürbar weniger. Entscheidend ist aber auch hier: Dänemark muss für deinen Hund überhaupt infrage kommen und die Route muss für euch praktisch passen.
Welche Direktfähre am Ende besser zu euch passt, entscheidet sich vor allem an drei Punkten: Haustierkabine, Fahrtdauer und Ankunftsort in Schweden.
TT-Line ist oft die naheliegendste Wahl, wenn ihr eine direkte und gut planbare Verbindung nach Trelleborg sucht. Für viele Hundebesitzer passt das gut zusammen: überschaubare Fahrzeit, Rückzug an Bord und ein klarer Reiseablauf.
Wenn die Verbindungen von TT-Line für euch grundsätzlich passen, findest du im Artikel TT-Line nach Schweden: Tipps und Erfahrungen die wichtigsten Infos zu Kabinen, Ablauf und Ankunft in Trelleborg.
Stena Line kann trotzdem die bessere Wahl sein, wenn die Verbindung zeitlich besser in euren Reiseplan passt oder du bewusst die Nachtfähre Kiel–Göteborg nutzen willst. Gerade bei längeren Weiterfahrten Richtung Westschweden, Norwegen oder Nordkap kann das sinnvoll sein: Ein Teil der Strecke läuft nachts, ihr kommt weiter oben in Skandinavien an und spart euch nach dem Anlegen noch viele Kilometer durch Südschweden.
Dadurch kommt oft nicht nur dein Hund, sondern auch du selbst entspannter an. Aber nur dann, wenn dein Hund mit der langen Bordzeit in einer ruhigen Kabine gut klarkommt.
Finnlines ist vor allem dann interessant, wenn Malmö für euch als Ankunft gut passt und ihr ohnehin fest mit einer Haustierkabine plant. Die Route wirkt auf den ersten Blick spezieller, kann aber gut passen, wenn ihr genau dort ankommen wollt und die lange Überfahrt für deinen Hund kein Problem ist.
Route B: Über Dänemark mit kurzen Fährverbindungen
Die Route über Dänemark ist nicht automatisch die bessere Wahl. Ihr Vorteil liegt vor allem darin, dass dein Hund keine lange Fährüberfahrt am Stück aushalten muss. Je nach Verbindung habt ihr entweder eine kurze Fähre und danach die Öresundbrücke oder zwei kurze Fährabschnitte mit der zweiten Fähre ab Helsingør nach Schweden.
Dazwischen sind echte Pausen möglich. Dein Hund kann raus, sich lösen und neu sortieren, bevor es weitergeht.
Gerade für Hunde, die lange Fährüberfahrten schlecht wegstecken, schnell gestresst sind oder empfindlich auf Enge, Lärm und andere Hunde reagieren, ist das oft die passendere Lösung. Der eigentliche Vorteil liegt in der Etappenlogik: kurze Fähre → Pause → Weiterfahrt → nächste Pause.
Für deinen Hund kommt es aber nicht nur darauf an, wie lange die Überfahrt dauert oder ob er im Fahrzeug bleiben kann. Ebenso wichtig ist, wo das Fahrzeug auf der Fähre steht. Je nach Schiff und Decklage kann das sehr unterschiedlich sein: offen mit kaum verlässlichem Schatten oder weiter innen mit mehr Enge, lauter Technik und intensiveren Reizen.
Was an kühlen oder regnerischen Tagen noch unproblematisch sein kann, wird an sonnigen Tagen schnell zur Hitzefalle. Deshalb solltest du bei der Wahl der Fährverbindung auch die Tageszeit mitdenken. Eine Überfahrt am frühen Morgen oder am Abend kann für manche Hunde einen spürbaren Unterschied machen. Oft ist dann auch an Bord deutlich weniger los.
Praktisch wichtig zu wissen: Auf den kurzen Fährabschnitten kann dein Hund bei Scandlines und Øresundslinjen grundsätzlich mit dir an Deck. Alternativ kann er im Auto oder Wohnmobil bleiben, wenn das Fahrzeug für ihn ein vertrauter Ruheort ist und er dort entspannt allein bleiben kann. Du solltest aber bedenken: Während der Überfahrt kommst du bei Scandlines nicht aufs Autodeck. Bleibt dein Hund im Fahrzeug, ist er in dieser Zeit allein.
Passt Dänemark für euch grundsätzlich, musst du diese Strecke nicht zwingend aus einzelnen Tickets zusammenbuchen. Oft ist sie einfacher planbar, als sie zuerst wirkt.
Bei Scandlines gibt es Kombitickets nach Schweden. Je nach Variante ist darin entweder die Überfahrt Puttgarden–Rødby oder Rostock–Gedser plus Öresundbrücke enthalten oder die Kombination mit der 20-Minuten-Fähre Helsingør–Helsingborg.
Der Vorteil des Scandlines-Kombitickets liegt auf der Hand: ein Ticket, ein Anbieter, weniger Buchungsstress und weniger Stellen, an denen du unterwegs noch einmal neu denken oder vergleichen musst.
Danach bleibt noch eine Frage zu klären: Öresundbrücke oder Fähre Helsingborg? Genau daran entscheidet sich, wie einfach der zweite Teil der Strecke wird.
Pro-Tipp: Die Öresundbrücke ist mautpflichtig. Wenn sie im Scandlines Kombiticket enthalten ist oder du online gebucht hast, läuft die Durchfahrt an der Mautstation oft über Kennzeichenerkennung. Alternativ kannst du dort auch mit Karte zahlen. Gerade auf dieser Route solltest du deshalb mindestens eine funktionierende Kreditkarte für Schweden dabeihaben.
Wenn ihr nicht einfach irgendwie nach Schweden wollt, sondern auf einer Route, die für euch wirklich planbar bleibt, ist das ein echter Vorteil. Die Etappen bleiben kurz, und auch organisatorisch wird die Strecke deutlich einfacher.
Anzeige Die Übersicht enthält Empfehlungs-Links
Puttgarden–Rødby + Öresundbrücke
Für viele Hundebesitzer ist das die naheliegendste Route über Dänemark, wenn die Fähre so kurz wie möglich bleiben soll.
- Erste Überfahrt: ca. 45 Min.
- Danach: Dänemark + Öresundbrücke
- Logik: möglichst wenig Fähre am Stück
Das ist für viele die Standardroute über Dänemark: eine sehr kurze Überfahrt, danach geht es über die Öresundbrücke weiter Richtung Schweden. Der eigentliche Vorteil liegt nicht in mehr Komfort, sondern darin, dass dein Hund nur einen kurzen Fährabschnitt aushalten muss und ihr danach auf dem Landweg flexibel weiterfahrt. Gerade für Hunde, die im Auto oder Wohnmobil entspannt reisen, kann das die ruhigere Route sein.
Passt gut, wenn …du mit deinem Hund nur einen kurzen Fährabschnitt willst, längere Fahrten im Auto oder Wohnmobil kein Problem sind und ihr unterwegs flexibel Pausen einbauen wollt.
Eher schwierig, wenn …dein Hund vor allem lange Autofahrten schlecht wegsteckt oder Dänemark für euch rechtlich ein Risiko ist.
Puttgarden–Rødby + Helsingør–Helsingborg
Sinnvoll, wenn euch ein zweiter kurzer Fährabschnitt lieber ist als die Weiterfahrt über die Öresundbrücke.
- Erste Überfahrt: ca. 45 Min.
- Danach: Dänemark + ca. 20 Min. Fähre nach Schweden
- Logik: zweite Fähre statt Brücke
Hier fährst du nach der ersten kurzen Fähre nicht über die Öresundbrücke weiter, sondern nimmst vor Schweden noch eine zweite kurze Überfahrt. Für den Hund ist das nicht automatisch besser als die Standardroute über Dänemark. Der Unterschied liegt vor allem in der Streckenführung: zweite Fähre statt Brücke.
Passt gut, wenn …ihr statt der Öresundbrücke lieber noch einen zweiten kurzen Fährabschnitt in die Route einbauen wollt und dein Hund mit diesen kurzen Übergängen gut klarkommt.
Eher schwierig, wenn …ihr die Route möglichst einfach halten wollt und euch die Weiterfahrt über die Öresundbrücke logischer erscheint.
Rostock–Gedser + Weiterfahrt nach Schweden
Sinnvoll, wenn eure Anreise über Rostock deutlich besser in den Reiseplan passt.
- Erste Überfahrt: ca. 2 Std.
- Danach: Weiterfahrt über Dänemark Richtung Schweden
- Logik: bessere Anfahrt statt kürzester Fähre
Diese Route hat nicht die kürzeste erste Überfahrt nach Dänemark, kann aber trotzdem die bessere Wahl sein. Ihr Vorteil liegt weniger beim Hund an Bord als in der Anfahrt: Wenn Rostock für euch deutlich besser liegt als Fehmarn, spart ihr oft schon vor dem ersten Fährabschnitt Stress, Umwege und Fahrzeit. Für Hunde, die rund zwei Stunden auf dem Schiff noch gut wegstecken, kann das am Ende die entspanntere Gesamtroute sein.
Passt gut, wenn …du dir über Rostock Anfahrtsstress sparst und dein Hund auch eine etwas längere erste Überfahrt gut wegsteckt.
Eher schwierig, wenn …dein Hund schon auf diesem ersten Fährabschnitt an seine Grenze kommt und genau diese längere Überfahrt das eigentliche Problem wäre.
Passt Dänemark für euch rechtlich sauber und willst du die Zeit auf der Fähre für deinen Hund möglichst kurz halten, ist diese Route oft die bessere Lösung: kurze Fährabschnitte, echte Pausen und weniger Schiff am Stück. Aber auch hier gilt: Nicht die Fahrzeit entscheidet, sondern ob dein Hund mit genau dieser Streckenführung entspannter reist.
Wenn du Fähren auf dem Weg nach Schweden ganz vermeiden möchtest, findest du im Artikel Fähre oder Brücke nach Schweden? Der direkte Vergleich für Auto und Wohnmobil alle wichtigen Unterschiede, Kosten und Spartipps auf einen Blick.
Mit Hund nach Schweden: Warum ich mich bei meinen letzten Reisen für die Route über Dänemark entschieden habe
Für mich war am Ende nicht der schnellste Weg nach Schweden entscheidend, sondern die Frage, wie ich den Reisetag für meine beiden Hunde möglichst entspannt und flexibel gestalten kann. Deshalb habe ich mich bei meinen letzten beiden Reisen gegen die Direktfähre und für die Route über Dänemark entschieden: mit Scandlines von Puttgarden nach Rødby und anschließend weiter mit der Fähre von Helsingør nach Helsingborg.
Ausschlaggebend waren für mich vor allem drei Punkte: kurze Überfahrten, echte Pausen und mehr Kontrolle über den Ablauf der Reise. Das war für mich wichtiger als der Preis oder eine theoretisch direktere Verbindung.
Ich wollte nicht einfach nur irgendwie nach Schweden kommen, sondern so reisen, dass die Hunde unterwegs möglichst wenig Reizen ausgesetzt sind und wir den Tag flexibel gestalten können.
In unserem konkreten Fall war das die passende Lösung, weil beide Hunde in meinem selbstausgebauten Camper einen sicheren Rückzugsort haben, den sie ohnehin zum Schlafen nutzen. So konnten sie die kurzen Überfahrten in einer vertrauten Umgebung verbringen, statt mit auf ein volleres Deck zu müssen.
Hinzu kam, dass wir vor und nach den Fähren ausgedehnte Pausen einlegen, spazieren gehen und den Tag insgesamt so gestalten konnten, dass die Hunde möglichst entspannt unterwegs waren.
Die Direktfähre von Rostock nach Trelleborg war dennoch eine echte Option. Für mich war sie am Ende jedoch nicht die bessere Wahl. Die längere Überfahrt hätte bedeutet, dass die Hunde nicht im Wohnmobil hätten bleiben können, sondern mit an Deck gemusst hätten. Genau das wollte ich vermeiden.
Von früheren Reisen ohne Hunde wusste ich bereits, wie wenig Ruhe auf längeren Überfahrten oft herrscht: viele Menschen, Kinder, andere Hunde, Geräusche und dazu die Frage, ob und wie entspannt Gassi-Gehen an Bord überhaupt möglich ist.
Wer einmal auf der Fähre ist, kann an der Situation nur noch wenig ändern. Genau diese fehlende Kontrolle war für mich der entscheidende Nachteil. Bei einer kurzen Fährverbindung ist die Zeit an Bord dagegen überschaubar. Ganz gleich, ob der Hund im Fahrzeug bleibt oder mit an Deck kommt.
Was ich aus meiner Erfahrung allerdings niemandem pauschal empfehlen würde: Nur weil es für meine Hunde im Camper gut funktioniert, heißt das nicht automatisch, dass diese Lösung für jeden Hund passt. Genau daran hängt bei der Wahl der Route und der Fährverbindung fast alles. Wenn dein Hund nicht entspannt im Fahrzeug bleiben kann oder Dänemark für euch keine Option ist, kann dieselbe Reiseroute die falsche Entscheidung sein.
Ein Punkt wird aus meiner Sicht häufig falsch bewertet: die reine Fahrzeit. Auch wenn Urlaubstage knapp sind und Rabattaktionen Tickets für unter 100 Euro versprechen, geht es nicht darum, welcher Weg auf dem Papier am schnellsten oder welches Ticket am günstigsten ist. Entscheidend ist, dass am Ende alle Reisenden entspannt ankommen, auch die Hunde.
Einreise nach Schweden mit Hund: Was du wirklich brauchst – und was viele noch falsch im Netz lesen
Die Einreise nach Schweden mit Hund ist aus Deutschland oder Dänemark meist deutlich einfacher, als viele alte Forenbeiträge oder Blogartikel noch behaupten. Quarantäne, Bluttests, komplizierte Atteste oder eine verpflichtende Wurmkur brauchst du für einen normalen Urlaub aus einem EU-/EWR-Land aktuell nicht.
Im Kern sind für die Einreise nur vier Punkte entscheidend:
- eine eindeutige Mikrochip-Kennzeichnung
- ein EU-Heimtierausweis
- eine gültige Tollwutimpfung
- die Anmeldung beim schwedischen Zoll
Das klingt erst einmal nach Papierkram. Ist es aber meist nicht. Wenn die Voraussetzungen vorab geklärt sind, ist die Einreise nach Schweden in der Regel unkompliziert.
Chip, Heimtierausweis und Tollwutimpfung müssen zusammenpassen
Dein Hund braucht einen Mikrochip und einen gültigen EU-Heimtierausweis.
Wichtig ist vor allem die Reihenfolge: Der Chip muss vor der Tollwutimpfung gesetzt worden sein oder spätestens am selben Tag. Nach der Erstimpfung gilt außerdem eine Wartezeit von 21 Tagen, bevor du nach Schweden einreisen darfst. Ist die Tollwutimpfung bereits abgelaufen, beginnt die 21-Tage-Frist nach der nächsten Impfung erneut.
Schau vor der Abfahrt deshalb nicht nur auf den Impfpass, sondern auf die ganze Kette aus Chip, Impfung und Datum.
Eine Wurmkur ist für Schweden aktuell keine Pflicht
Genau dieser Punkt steht oft noch veraltet im Netz: Für die Einreise nach Schweden ist eine Entwurmung gegen den Fuchsbandwurm aktuell nicht vorgeschrieben. Die schwedischen Behörden empfehlen sie vor der Reise zwar weiterhin, vor allem wenn dein Hund aus Regionen mit höherem Risiko kommt oder gern alles vom Boden probiert. Pflicht ist sie für die Einreise aber nicht.
Deinen Hund musst du bei der Einreise beim schwedischen Zoll anmelden
Dieser Punkt wird oft übersehen, ist aber Pflicht: Deinen Hund musst du bei der Einreise nach Schweden immer beim Zoll anmelden. Wenn du aus einem anderen EU-Land kommst und dein Hund einen EU-Heimtierausweis hat, kannst du das vorab kostenlos online erledigen und bei der Einreise die grüne Spur nutzen. Anderenfalls meldest du deinen Hund direkt an der Grenze an.
Die Details dazu findest du weiter unten im Artikel im Abschnitt „Hund beim Zoll in Schweden anmelden“.
Stimmen Mikrochip, Heimtierausweis, Tollwutimpfung und du hast die Zollanmeldung erledigt, ist für die Einreise nach Schweden das Wichtigste vorbereitet. Danach entscheidet vor allem die gewählte Route, wie entspannt euer Reisetag mit Hund wirklich wird.
Wichtig ab dem 22. April 2026: Dann gelten in der EU neue Regeln im Tiergesundheitsrecht. Für Reisen mit Hund nach Schweden bleibt im Kern jedoch vieles gleich: Mikrochip, gültige Tollwutimpfung und EU-Heimtierausweis sind weiterhin die wichtigsten Nachweise. Heimtierausweise, die vor diesem Datum ausgestellt wurden, behalten ihre Gültigkeit. Wurde dein Hund außerhalb der EU gekennzeichnet, gelten zusätzliche Vorschriften. Kläre das am besten vor der Reise mit deinem Tierarzt.
Hund beim Zoll in Schweden anmelden: Pflicht, auch wenn die Einreise oft unkompliziert wirkt
Wenn du aus Deutschland oder Dänemark mit dem Auto oder Wohnmobil nach Schweden einreist, hast du zwei Möglichkeiten, deinen Hund beim Zoll anzumelden:
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Online anmelden – und bei der Einreise die grüne Spur nutzen
Das ist die entspannteste Variante, wenn du in der EU lebst, aus einem EU-Land einreist und dein Hund einen EU-Heimtierausweis hat. Du registrierst deinen Hund vor der Einreise online, bekommst eine Anmeldenummer und kannst an der Grenze in Schweden die grüne Spur („Nothing to declare“) nehmen. Anmeldenummer und EU-Heimtierausweis solltest du auf Nachfrage vorzeigen können.
Offizielles Online-Formular: Tullverket – Anmeldung mitgeführter Hunde
Pro-Tipp: Speichere dir die Anmeldenummer zusätzlich offline (Screenshot/PDF). So bist du auch ohne Netz entspannt unterwegs. Wenn du für Navigation, Buchungen oder Mails noch eine Lösung suchst, findest du hier meine Tipps zu Internet in Schweden (SIM/eSIM/Roaming).
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Direkt an der Grenze in Schweden anmelden – rote Spur
Alternativ fährst du bei der Einreise in Schweden in die rote Spur („Goods to declare“) und sagst, dass du mit Hund einreist. Die Anmeldung wird dann direkt vor Ort erledigt. Das dauert nur ein paar Minuten, kann je nach Andrang aber Wartezeit bedeuten.
Mit Hund nach Schweden: So findest du die beste Fähre für deinen Hund
Ob du die falsche Route gewählt hast, merkst du nicht erst in Schweden. Du merkst es am Reisetag – wenn eine Strecke auf dem Papier logisch aussieht, sich mit Hund aber trotzdem falsch anfühlt.
Deshalb geht es am Ende nicht um die schnellste Verbindung und auch nicht um das günstigste Ticket. Entscheidend ist, was deinen Hund unterwegs am wenigsten stresst: lange Zeit auf einem Schiff, Trennung im Fahrzeug, viele Reize an Bord – oder eine längere Fahrt im Wohnmobil mit guten Pausen dazwischen.
Ist Dänemark für euch rechtlich ein Risiko, gibt es nichts schönzureden. Dann prüfe im Routenvergleich die Direktfähren nach Schweden. In diesem Fall bringt euch eine klare Direktverbindung meist entspannter ans Ziel als eine Route, bei der ihr unterwegs Bauchweh habt.
Wenn Dänemark für euch dagegen rechtlich kein Problem ist und dein Hund von kurzen Etappen mit flexiblen Pausen profitiert, ist die Route über Dänemark in kurzen Etappen oft die bessere Wahl. Das gilt vor allem dann, wenn längere Fahrten im Auto oder Wohnmobil für euch gut machbar sind. Ihr müsst dann nicht viele Stunden am Stück auf einem Schiff aushalten, sondern könnt die Reise in kurze, kontrollierbare Etappen aufteilen.
Die Route passt grundsätzlich – aber du bist bei Kabine, Hundebereich oder Einreise noch unsicher? Dann prüf jetzt zuerst die Haustierregeln der Reedereien und den Abschnitt zur Einreise nach Schweden mit Hund. Genau dort entscheidet sich, ob eure Planung am Ende wirklich zu euch passt.
Die beste Route ist nicht die, die auf Google Maps am schnellsten aussieht, sondern die, bei der dein Hund am wenigsten Stress hat und ihr beide entspannt in Schweden ankommt.
FAQ: Fähre nach Schweden mit Hund – die wichtigsten Fragen vor deiner Reise
Nach dem Routenvergleich bleiben meist noch ein paar Detailfragen offen. Genau dafür findest du hier kurze, ehrliche Antworten auf die Punkte, die vor der Abfahrt am häufigsten Unsicherheit auslösen.
Fehlt eine Frage? Dann schreib sie in die Kommentare. Jede Frage ist berechtigt – und du bekommst eine direkte Antwort von mir.
Ja, auf den meisten Fähren nach Schweden darfst du deinen Hund mitnehmen. Entscheidend ist aber nicht nur ob, sondern wo dein Hund während der Überfahrt bleiben darf: im Fahrzeug, in der Haustierkabine oder nur in bestimmten Hundebereichen. Genau das unterscheidet sich je nach Reederei und Route deutlich.
Für die Planung ist das wichtiger als die pauschale Frage, ob Hunde grundsätzlich an Bord erlaubt sind. Wenn dein Hund nicht allein im Fahrzeug bleiben soll oder einen ruhigen Rückzugsort braucht, prüf vor der Buchung gezielt Kabinen, Hundebereiche und Autodeck-Regeln.
TT-Line bietet auf ihren Fähren Haustierkabinen und eine Hundetoilette auf dem Außendeck. Stena Line und Finnlines bieten auf ihren Schweden-Verbindungen ebenfalls Haustierlösungen an – je nach Route mit Haustierkabine, Haustierdeck oder ausgewiesenen Bereichen. Scandlines erlaubt Hunde in allen Bereichen ohne Teppichboden, bietet aber keine Hundetoiletten.
Teilweise. Auf manchen kurzen Verbindungen darf dein Hund im Auto bleiben. Entscheidend ist aber, ob du während der Überfahrt überhaupt zu ihm kommst. Genau daran scheitert es oft.
Auf der Route über Dänemark kann das je nach Verbindung anders aussehen als auf einer Direktfähre nach Schweden. Wenn dein Hund nicht ruhig allein im Fahrzeug bleiben kann, ist eine Verbindung mit Haustierkabine oder klaren Hundebereichen meist die bessere Wahl. Die wichtigere Frage ist also nicht, ob dein Hund im Fahrzeug erlaubt ist, sondern ob diese Lösung für euch überhaupt funktioniert.
Bei Scandlines darf dein Hund im Wohnmobil oder Auto bleiben, du kannst ihn während der Überfahrt aber nicht besuchen. TT-Line und Finnlines sind strenger: Dort dürfen Haustiere nicht im Fahrzeug bleiben. Stena Line erlaubt Passagieren grundsätzlich keinen Zugang zum Autodeck. Auf einzelnen längeren Verbindungen, auf denen Haustiere im Fahrzeug bleiben dürfen, können begleitete Besuche möglich sein, die du an Bord erfragen musst.
Nicht immer. Auf vielen Fähren gibt es Hundebereiche, Hundetoiletten oder bestimmte Zonen an Deck. Echten Auslauf wie an Land solltest du aber nicht erwarten.
TT-Line bietet Hundetoiletten, Hundebereiche in Restaurants und erlaubt Hunde auch in öffentlichen Bereichen. Finnlines hat ein Haustierdeck mit Hundetoilette, Stena ausgewiesene Deckbereiche. Bei Scandlines kann dein Hund mit an Deck, eine Hundetoilette gibt es dort aber nicht.
Entscheidend ist also nicht, ob es irgendeinen Hundebereich gibt, sondern ob dein Hund mit den Bordlösungen zurechtkommt.
Weder die Direktfähre noch die Route über Dänemark ist automatisch die bessere Wahl. Entscheidend ist, was deinen Hund unterwegs stärker stresst – oder was ihm hilft, ruhiger zu bleiben.
Eine Direktfähre passt oft besser, wenn dein Hund an Bord in einer ruhigen Kabine oder in klar geregelten Hundebereichen gut zur Ruhe kommt. Die Route über Dänemark ist oft entspannter, wenn dein Hund längere Fahrten im Auto oder Wohnmobil gut wegsteckt und von kurzen Fährabschnitten und echten Pausen profitiert.
Entspannter ist also nicht die Route, die auf der Karte schneller oder einfacher aussieht, sondern die, die für deinen Hund unterwegs am besten funktioniert.
Ja. Wenn du Dänemark bewusst umgehen willst, kannst du Direktverbindungen nach Schweden nutzen – zum Beispiel von Travemünde oder Rostock nach Trelleborg oder von Kiel nach Göteborg. Diese Fähren bringen euch direkt nach Schweden, ganz ohne dänisches Festland.
Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du mit bestimmten Rassen oder Mischlingen unterwegs bist und dich bei der Durchreise durch Dänemark rechtlich oder auch einfach vom Bauchgefühl her nicht wohlfühlst.
Das heißt nicht, dass in Schweden mit jedem Listenhund automatisch alles unkompliziert ist. Für deine Routenplanung ist aber entscheidend: Die dänischen Hundegesetze spielen dann keine Rolle mehr.
Wenn Dänemark für euch raus ist, schau dir die Direktfähren an. Genau dort entscheidet sich, ob dein Hund die Überfahrt gestresst aushalten muss oder unterwegs einen ruhigen Rückzugsort hat.
Es kommt nicht darauf an, welche Reederei allgemein als hundefreundlich gilt, sondern welche Bordlösung zu deinem Hund passt.
TT-Line passt eher, wenn dir eine klare Hundelogik an Bord wichtig ist: Haustierkabinen, Hundetoilette, Zugang zu öffentlichen Bereichen und ausgewiesene Hundebereiche im Restaurant. Scandlines ist eher die passende Lösung, wenn du eine kurze Überfahrt suchst und dein Hund mit an Deck oder in Bereichen ohne Teppich bleiben kann – Hundetoiletten gibt es dort aber nicht.
Finnlines ist interessant, wenn für euch eine feste Haustierkabine, ausgewiesene Walking Areas und klare Regeln wichtiger sind als möglichst viel Freiheit an Bord. Stena kann gut passen, wenn eure Route über Kiel–Göteborg oder Rostock–Trelleborg läuft und die dort angebotene Haustierlösung zu euch passt – je nach Verbindung mit Haustierkabine, Freilaufbereich oder ausgewiesenem Deckbereich.
Entscheidend ist also nicht der Name der Reederei, sondern welcher Punkt für deinen Hund am wichtigsten ist: Ruhe in der Kabine, kurze Fahrzeit oder Deckzugang. Genau danach solltest du buchen.
Wenn für deinen Hund vor allem kurze Fahrzeiten wichtig sind, schau dir Dänemark in kurzen Etappen an. Genau diese Route ist oft entspannter, weil dein Hund nicht stundenlang an Bord bleiben muss und ihr unterwegs schneller wieder rauskommt.
Ja. Wenn du mit deinem Hund nach Schweden einreist, musst du ihn beim schwedischen Zoll anmelden – auch dann, wenn die Einreise oft unkompliziert wirkt und selten kontrolliert wird. Wenn du aus einem EU-Land einreist, kannst du die Anmeldung vorab online erledigen oder deinen Hund bei der Einreise an der Grenze anmelden.
Die Zollanmeldung ersetzt jedoch nicht die eigentlichen Einreisevorgaben. Dein Hund muss auch die Anforderungen des schwedischen Landwirtschaftsamts erfüllen. Dazu gehören eine eindeutige Mikrochip-Kennzeichnung, ein EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung.