Mein Wohnmobil. Mein Zuhause.

Hier teile ich meine Erfahrungen und gebe dir hilfreiche Tipps für dein Wohnmobilausbau-Projekt


Bis ich mit meinem Campervan das erste Mal auf Reisen gehen konnte, dauerte es nach dem Kauf noch sieben Wochen. In dieser Zeit wurde nahezu täglich am Wohnmobil geschraubt und geklebt sowie an den Teilen für den Innenausbau gesägt.

Vermutlich hätte ich dieses Projekt nicht in dem doch kurzen Zeitraum umsetzen können, wenn ich da nicht die helfenden Hände meiner Eltern gehabt hätte.

Erfahrungen darin, wie man einen Kastenwagen in ein Wohnmobil ausbaut, hatte zuvor niemand von uns. Geschweige denn Ahnung davon, wie man einen Wohnmobilausbau ohne eine vorhandene Werkstatt und nur mit den einfachsten Werkzeugen – die jeder Hausbesitzer oder Hobbyheimwerker besitzt – umsetzen soll.

Der Ausbau meines Opel Movano Kastenwagen zum Wohnmobil, war also mehr ein Experiment. Allerdings mit dem Ziel eine gültige TÜV-Zulassung zu bekommen, um mir die Vergünstigungen einer Wohnmobilversicherung zum Vorteil zu machen und das Fahrzeug legal als Campervan auf den Straßen fahren zu dürfen.

Finnland mit dem Wohnmobil - www.upandaway.de
Finnland mit dem Wohnmobil

Leben, reisen und wohnen in einem Campervan?

Die Idee in einem Campervan durch Europa zu reisen und damit eigentlich auf länger Zeit in einem Auto zu leben beziehungsweise zu wohnen, war im Grunde nicht neu für mich. Bereits vor meinem Ausbruch aus einem gesellschaftlich konformen Leben, habe ich diesbezüglich schon viel Erfahrung auf unzähligen kleineren Reisen, Kurzurlauben und Festivals sammeln können.

In den Sommermonaten lebte ich bereits mehr oder weniger in meinen bisherigen Autos. Sobald die ersten Sonnenstrahlen warm genug waren, legte ich die Rückbank um und packte eine Matratze rein. Zack, und fertig war meine fahrende Behausung, die genügend Platz für zwei Personen bot, selbst wenn man sich nicht derart mochte, um miteinander Kuscheln zu wollen.

Völlig ausreichend, um zum Beispiel den Süden von Frankreich zu erkunden, auf Festivals nicht im Zelt pennen zu müssen oder als Fahrer auf einem Weinfest ebenfalls etwas trinken zu können.

Den Entschluss, in einem Wohnmobil leben, wohnen und zu reisen, habe ich auf meiner Reise durch Australien gefasst. Hier war ich zumeist mit Mietwagen und Zelt entlang der West- und Südküste sowie quer durch Tasmanien unterwegs.

Dabei wurde mir immer wieder bewusst, dass ich so einfach flexibler und unabhängiger Reisen kann. Vor allem, wenn ich in Gebiete wollte, welche nicht entlang der Hauptrouten von Bahn- oder Buslinien lagen und somit deutlich schwieriger beziehungsweise mit einem größeren Zeitaufwand zu erreichen waren.

Zeit, die man mit einem zeitlich begrenzten Urlaub oder Visum nicht hat beziehungsweise investieren möchte.

Camping unter Nordlichtern in Island - www.upandaway.de
Im Oktober 2017 ging es mit dem Wohnmobilausbau für 3 Monate nach Island

Vorteile mit einem Wohnmobil zu reisen

Der größte Vorteil mit meinem Wohnmobil zu reisen ist für mich, dass ich so wirklich unabhängig Reisen kann. Auch abseits typischer Infrastruktur, wie Transportmittel, Hotels und Supermärkten. Ebenso natürlich auch der Genuss, einfach dort bleiben zu können, wo ich gerade bin und es mir momentan gefällt.

Wie eine Schnecke, habe ich seit dem Wohnmobilausbau mein Haus immer dabei und kann von Tag zu Tag neu entscheiden, ob ich mich bewege oder doch lieber noch einen Tag mehr am selben Ort verweile.

Auch was das Thema Reisekosten betrifft, bietet ein Leben im Wohnmobil aus meiner Sicht deutliche Vorteile.

Wer reist beziehungsweise auf Dauer unterwegs ist, benötigt neben entsprechenden Transportmitteln, auch diverse Möglichkeiten zu Übernachten. Wenn du nicht gerade mit dem Daumen im Wind um die Welt reisen und in irgendwelchen Parks und Wäldern wildcampen möchtest, kommst du an diesen Ausgaben definitiv nicht vorbei.

Auch in Europa kann, je nach Reiseland und Jahreszeit, ein Flugticket, der Mietwagen und auch eine Übernachtung im Hostel, eben mal eine ganze Stange Geld kosten. Vor allem, wenn du den Norden von Europa auf deinen Reisen erkunden möchtest!

Mit deinem eigenen mobilen Zuhause, bist du jedoch nicht gänzlich von Kosten befreit. Auch hier fallen erst einmal die Investition in ein passendes Fahrzeug sowie die regelmäßigen Ausgaben für die Unterhaltung deines Wohnmobils an – zum Beispiel Kraftstoff, Versicherung, Steuern und TÜV.

Jedoch werden in Abhängigkeit zu deinen Reisezielen und der Dauer, die du dein Wohnmobil effektiv nutzt, deine Reisekosten mit jedem Tag sinken und die Investitionskosten sich im Laufe der Zeit amortisieren.

Betrachten wir nur einmal die Übernachtungskosten. Angenommen, eine Übernachtung in einem Hostel Anzeige kostet im Durchschnitt 20 Euro pro Person und Nacht. Dann sind das 7.300 Euro, die du als Dauerreisender dafür jedes Jahr ausgeben würdest.

Bereits nach anderthalb bis zwei Jahren hat sich die Investition, in einen Kastenwagen beziehungsweise in den Wohnmobilausbau, gerechnet.

In dieser Betrachtung darfst du natürlich nicht vergessen, dass du bei einem Wiederverkauf deines Wohnmobils noch einen gewissen Restwert erzielen kannst. Den Erlös musst du deinen gesamten Reisekosten noch einmal gegenrechnen, um deine tatsächlichen Ausgaben zu ermitteln.

Kastenwagen Wohnmobilausbau - www.upandaway.de
Einblick in meinen umgebauten Kastenwagen

Und nochmal, wir reden hier von durchschnittlichen Übernachtungskosten von 20 Euro pro Nacht und Person in einem Hostel. Sofern du nicht mit deinem Wohnmobil alleine auf Reisen gehst, wäre die Ersparnis noch einmal deutlich größer und der Zeitraum, in dem sich ein Campervan amortisiert, kürzer!

Ein Wohnmobil bietet dir zudem mehr Platz und Möglichkeiten, deine Freiheit zu gestalten. Zum Beispiel, wenn du so wie ich, über mehrere Monate und Klimazonen hinweg unterwegs sein möchtest und hierzu je nach Jahreszeit auch passende Kleidung brauchst.

Meine Erfahrungen und Tipps zum Wohnmobilausbau


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