Kreditkarte Schweden: Bezahlen, Geld abheben und Gebühren vermeiden

Visa, Mastercard oder EC-Karte? Welche Karte in Schweden wirklich sinnvoll ist

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Porträt von Torsten Balzer, Autor von upandaway.de

Autor: Torsten Balzer · Langzeitreisender seit 2016 · regelmäßig in Schweden und Skandinavien unterwegs · aktualisiert am

Aktualisiert am:

Meine Empfehlung für Schweden

Für Schweden ist eine Visa oder Mastercard ohne Fremdwährungsgebühr meist die beste Wahl. Bezahle vor Ort immer in Schwedischen Kronen, nicht in Euro. Und nimm eine zweite Karte mit. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell eine einzige nicht funktionierende Karte zum echten Problem werden kann.

Meine Empfehlung für Schweden

Für Schweden ist eine Visa oder Mastercard ohne Fremdwährungsgebühr meist die beste Wahl. Bezahle vor Ort immer in Schwedischen Kronen, nicht in Euro. Und nimm eine zweite Karte mit. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell eine einzige nicht funktionierende Karte zum echten Problem werden kann.


Das Wichtigste zuerst

  • Die beste Karte für Schweden ist eine Visa oder Mastercard ohne Fremdwährungsgebühr, mit der du vor Ort bezahlen und gebührenfrei Geld abheben kannst.
  • Wähle beim Bezahlen immer SEK statt Euro. Die Sofortumrechnung in Euro heißt Dynamic Currency Conversion (DCC) und kostet dich Geld, auch mit der besten Karte.
  • Eine EC-Karte oder Girocard ist keine gute Wahl für den Alltag in Schweden. Sie kann funktionieren, ist aber oft teurer und höchstens als Notfallreserve brauchbar.
  • Bargeld brauchst du in Schweden kaum. Beim Geldabheben können trotzdem Gebühren anfallen.
  • Nimm immer eine zweite Karte von einer anderen Bank mit, falls deine Karte gesperrt, abgelehnt, defekt oder verloren geht.

Inhaltsverzeichnis


Kartenzahlung in Schweden: Welche Kreditkarte wirklich funktioniert

Schweden ist eines der bargeldlosesten Länder Europas. Von der Fika in Malmö bis zur Tankstelle in Nordschweden läuft im Reisealltag fast alles über Kartenzahlung. Das eigentliche Problem ist deshalb nicht, ob du in Schweden bargeldlos bezahlen kannst, sondern mit welcher Karte du bezahlst und was dich jede Zahlung zusätzlich kostet.

Dafür brauchst du keine komplizierte Finanzstrategie. Du brauchst eine Lösung, die zu deiner aktuellen Bank- und Kartensituation passt. Willst du dein bestehendes Girokonto behalten, zahlst du noch Kontoführungsgebühren oder hast du bereits eine gute Karte und brauchst nur noch ein verlässliches Backup?

Ich reise seit mehr als 10 Jahren nie nur mit einer Karte. Meine Kombination: easybank Visa (früher Barclays Visa) und DKB Visa Debitkarte. In Schweden hat mir genau das schon den Arsch gerettet.

Setup A | Zwei Karten, kein Kontowechsel

Du willst dein bestehendes Girokonto behalten und für Schweden zwei unabhängige Kreditkarten dabeihaben? Dann ist Setup A die einfachste Lösung.

Mit Hanseatic GenialCard und easybank Visa kombinierst du zwei echte Kreditkarten ohne Jahresgebühr von zwei unterschiedlichen Banken. Du bezahlst in Schwedischen Kronen, kannst bei Bedarf Geld abheben und hast immer eine zweite Karte als Reserve, falls eine Zahlung abgelehnt wird, eine Karte gesperrt ist oder unterwegs verloren geht.

  • Zwei echte Kreditkarten mit Verfügungsrahmen. Das ist wichtig, wenn Hotels, Mietwagenanbieter oder Buchungsplattformen keine Debitkarte akzeptieren.
  • Keine Fremdwährungsgebühr. Beide Karten eignen sich für Zahlungen in Schwedischen Kronen. Wichtig bleibt trotzdem: immer in SEK abrechnen und DCC ablehnen.
  • Keine eigenen Abhebegebühren im Ausland. Wenn du in Schweden doch Bargeld brauchst, vermeidest du die Abhebegebühr deiner Kartenanbieter. Gebühren von Automatenbetreibern vor Ort können trotzdem anfallen.
  • Zwei Karten von zwei unterschiedlichen Banken. Wird eine Karte gesperrt, abgelehnt oder geht verloren, zahlst du mit der anderen weiter.
  • Kein neues Girokonto. Dein bestehendes Konto bleibt, die Karten kommen als Ergänzung dazu.

Wichtig zur Rückzahlung: Bei Kreditkarten zählen nicht nur die Gebühren beim Bezahlen oder Geldabheben. Entscheidend ist auch, wie du den offenen Betrag zurückzahlst. Bei Teilzahlung können Zinsen entstehen. Stelle die Rückzahlung deshalb bewusst ein, bevor du die Karte zum ersten Mal nutzt.

Bei der Hanseatic GenialCard kannst du die Rückzahlung in der App oder im Online-Banking auf vollständige Rückzahlung umstellen. Der fällige Betrag wird dann zu 100 Prozent per Lastschrift von deinem bestehenden Girokonto abgebucht.

Bei der easybank Visa ist die Rückzahlung per Überweisung oder per Soforteinzug in der App gebührenfrei. Die automatische monatliche Lastschrift mit 100 Prozent Rückzahlung ist zwar bequemer, kostet dich aber 2 Euro pro Monat. Mein Tipp: Behalte den fälligen Betrag selbst im Blick und gleiche ihn rechtzeitig manuell aus. So vermeidest du Zinsen und die Gebühr für die automatische Lastschrift.

easybank Visa als Reisekreditkarte prüfen GenialCard als zweite Kreditkarte prüfen

Setup B | Kontoführungsgebühren sparen und Debitkarte bekommen

Zahlst du noch Kontoführungsgebühren oder denkst ohnehin über einen Kontowechsel nach? Dann lohnt sich Setup B. Nicht, weil du für Schweden zwingend ein neues Girokonto brauchst. Für eine reine Urlaubslösung ist die Kombination aus Hanseatic GenialCard und easybank Visa unkomplizierter.

Setup B lohnt sich, wenn du dein bisheriges Konto durch ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühren ersetzen willst. Beim DKB-Girokonto ist das erste Konto kostenlos, wenn mindestens 700 Euro pro Monat eingehen oder du unter 28 Jahre alt bist. Die Visa Debitkarte ist inklusive. Mit demselben monatlichen Geldeingang bekommst du außerdem den Aktivstatus.

Die easybank Visa ist in diesem Setup deine Kreditkarte auf Reisen. Sie ist deine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen für Zahlungen in Schwedischen Kronen, Hotelbuchungen, Fährtickets, Flüge und Situationen, in denen eine Debitkarte nicht reicht.

Die DKB Visa Debitkarte ergänzt dieses Setup. Sie läuft über das DKB-Girokonto und ist als zweite Karte deutlich besser als eine klassische EC-Karte, vor allem dann, wenn du mit dem DKB-Girokonto dein bisheriges kostenpflichtiges Konto ablösen kannst.

Mit Aktivstatus spielt die DKB Visa Debitkarte ihre Stärke für Schweden erst richtig aus. Du kannst mit ihr in Fremdwährung bezahlen und Geld abheben, ohne dass die DKB dafür eigene Gebühren berechnet. Gebühren von Automatenbetreibern vor Ort können trotzdem anfallen.

Ohne Aktivstatus bleibt die DKB Visa Debitkarte als zweite Karte brauchbar, bei Zahlungen und Bargeldabhebungen in Schwedischen Kronen fällt jedoch ein Währungsumrechnungsentgelt an. Für Schweden ist genau das relevant, weil du dort nicht in Euro zahlst.

Wichtig: Die DKB Visa Debitkarte ist keine echte Kreditkarte mit eigenem Kreditrahmen. Dein Girokonto wird bei jeder Kartennutzung direkt belastet. Für viele Zahlungen in Schweden reicht das. Bei Hotels, Mietwagen, Kautionen und manchen Buchungen bist du mit einer echten Kreditkarte mit Verfügungsrahmen besser aufgestellt. Genau dafür bleibt die easybank Visa in diesem Setup wichtig.

Für die Rückzahlung der easybank Visa gilt dasselbe wie in Setup A: Rückzahlung aktiv einstellen, Teilzahlung vermeiden, Zinsen vermeiden.

DKB-Girokonto für Kontowechsel prüfen easybank Visa Kreditkarte beantragen

Du hast schon eine Karte: Reicht sie für Schweden?

Nicht jeder muss für Schweden sofort seine vorhandene Karte ersetzen. Hast du bereits eine Visa oder Mastercard, prüfe zuerst, ob sie für Zahlungen in Schwedischen Kronen und gelegentliche Bargeldabhebungen wirklich ausreicht.

Prüfe diese vier Punkte:

  • Keine Fremdwährungsgebühr. Bei Zahlungen in Schwedischen Kronen sollte keine zusätzliche Gebühr anfallen.
  • Keine eigene Abhebegebühr im Ausland. Falls du in Schweden doch Bargeld brauchst, sollte deine Bank dafür keine eigene Abhebegebühr berechnen.
  • Visa oder Mastercard. Eine reine EC-Karte oder Girocard ist für Schweden keine gute Lösung für den Alltag.
  • Zweite Karte dabeihaben. Reise mit zwei Karten von zwei unterschiedlichen Banken. Wird eine Karte gesperrt, abgelehnt, defekt oder geht verloren, bleibt dir die andere.

Erfüllt deine vorhandene Karte diese Punkte, kannst du sie für Schweden wahrscheinlich weiter nutzen. Dann geht es vor allem darum, zusätzlich eine zweite Karte als Reserve dabeizuhaben.

Verlangt deine Karte Fremdwährungsgebühren, verursacht sie beim Geldabheben eigene Abhebegebühren oder reist du bisher nur mit einer Karte, solltest du nachbessern, bevor du nach Schweden fährst.

Willst du dein Girokonto behalten, ist Setup A mit zwei Kreditkarten die naheliegendste Lösung. Zahlst du Kontoführungsgebühren oder denkst über einen Kontowechsel nach, passt Setup B mit DKB-Girokonto und Visa Debitkarte besser.

EC-Karte in Schweden: Was wirklich der Unterschied zur Kreditkarte ist

Viele Reisende fahren mit ihrer Girocard nach Schweden und merken erst vor Ort, dass sie damit zwar bezahlen können, jedoch nicht so reibungslos und vor allem nicht so günstig wie mit einer Visa- oder Mastercard-Kreditkarte.

Die EC-Karte, also die Girocard, ist deshalb für Schweden kein Zahlungsmittel, auf das ich mich als einzige Karte verlassen würde.

EC-Karte vs. Kreditkarte: Wo der Unterschied wirklich liegt

Mit einer Girocard kannst du dich in Schweden weniger darauf verlassen, dass sie überall so problemlos funktioniert wie zu Hause. Und selbst wenn sie technisch funktioniert, ist sie je nach Bank oft teurer als eine gute Visa- oder Mastercard-Reisekreditkarte.

Warum? Die Girocard ist vor allem für den deutschen Zahlungsverkehr gedacht. Im Ausland braucht sie eine zusätzliche internationale Funktion. Früher war das häufig Maestro oder V Pay. Seit Juli 2023 werden keine neuen Girocards mit Maestro-Funktion mehr ausgegeben. Bereits vorhandene Maestro-Karten bleiben bis zum Ablaufdatum gültig; die letzten Girocards mit Maestro laufen voraussichtlich Ende 2027 aus.

Neue Girocards können je nach Bank andere internationale Funktionen tragen, zum Beispiel Visa Debit oder Mastercard Debit. Das heißt: Eine Girocard kann in Schweden funktionieren. Das eigentliche Problem sind aber die Gebühren. Sie machen die Girocard auf Reisen schnell zum teureren Zahlungsmittel.

Viele deutsche Banken berechnen für Zahlungen mit der Girocard außerhalb des Euroraums eine Fremdwährungsgebühr von typischerweise 1,5 % bis 4 % des Umsatzes, zum Teil mit Mindestgebühren von 2,50 Euro und mehr. Beim Geldabheben mit der Girocard im Ausland können je nach Bank Gebühren von etwa 3 bis 10 Euro pro Abhebung anfallen. Das Europäische Verbraucherzentrum weist genau auf diese Kosten hin. Dazu können Gebühren des Automatenbetreibers kommen. Diese Kosten hängen von deiner Bank, deinem Kartenmodell und deinem Kontomodell ab und fallen oft erst später auf der Abrechnung auf.

Genau deshalb solltest du nicht erst an der Kasse oder am Geldautomaten herausfinden, was deine Girocard in Schweden wirklich kann und kostet.

EC-Karte in Schweden: Warum die Girocard höchstens als Reserve taugt

Als Karte für den Alltag in Schweden ist die Girocard zu unzuverlässig und zu teuer. Als Notfallreserve, wenn wirklich gar nichts anderes funktioniert, ist sie besser als nichts. Das ist aber auch die einzige Rolle, die ihr meiner Meinung nach in Schweden noch wirklich zusteht.

Wer ausschließlich mit einer Girocard nach Schweden reist, zahlt je nach Bank bei jedem Einkauf und jeder Abhebung unnötige Gebühren. Bei einer zweiwöchigen Rundreise können sich diese Kosten schnell auf 20 bis 50 Euro summieren, je nachdem, wie oft du zahlst, Geld abhebst und welche Gebühren deine Bank berechnet. Für nichts.

Visa oder Mastercard in Schweden: Was ist besser?

Visa und Mastercard werden in Schweden nahezu überall akzeptiert. Kartenzahlungen sind hier Standard. Im Alltag gibt es zwischen beiden kaum einen Unterschied, weil du mit beiden bargeldlos bezahlen und Geld abheben kannst. Die Wahl hängt deshalb weniger von Visa oder Mastercard ab als von den Konditionen der ausgebenden Bank.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen im Ausland unerwartete Kosten verursachen können. Entscheidend ist, dass deine Karte keine Fremdwährungsgebühr berechnet, keine eigene Abhebegebühr im Ausland verlangt und möglichst einen echten Kreditrahmen für Buchungen, Kautionen und Reservierungen hat.

Nimm deshalb eine gute Visa- oder Mastercard-Kreditkarte für den Alltag, eine zweite Karte als Reserve und die Girocard höchstens als letzte Notlösung mit nach Schweden.

Geld abheben in Schweden: Brauchst du überhaupt Bargeld?

Bargeld brauchst du in Schweden deutlich seltener als in vielen anderen Reiseländern. Kartenzahlung ist Standard: im Supermarkt, an der Tankstelle, im Café, auf Campingplätzen und in vielen touristischen Einrichtungen. Für die meisten Reisen nach Schweden reicht es deshalb, wenn du mit einer funktionierenden Karte bezahlen kannst.

Das bestätigt auch der Payments Report 2026 der schwedischen Zentralbank. Die Riksbank beschreibt den schwedischen Zahlungsmarkt als fast vollständig digital. Kartenzahlungen sind die häufigste Zahlungsart, die Bargeldnutzung geht weiter zurück, und nur noch etwa jeder zwanzigste Einkauf im Laden wird bar bezahlt.

Schweden ist also nicht komplett bargeldlos, fühlt sich für Reisende aber oft so an.

Im Alltag merkst du das schnell: Schon am Eingang von Bäckereien, Bars, Restaurants oder kleinen Geschäften hängen häufig Schilder wie No Cash, Card Only oder auf Schwedisch: Vi tar endast emot kort, inga kontanter. Heißt: Hier wird nur Karte akzeptiert, kein Bargeld.

Ich habe das in Schweden genauso erlebt. Auf meinen mehrmonatigen Reisen bin ich bisher immer ohne Bargeld ausgekommen. Nur einmal musste ich einen kleinen Laden wieder verlassen, weil dort entweder Bargeld oder das schwedische Bezahlsystem Swish akzeptiert wurde. Das war ein kleiner Shop für Tierbedarf, irgendwo ziemlich weit draußen, in dem ich Spezialfutter für meinen Hund kaufen wollte.

Für normale Reisen nach Schweden würde ich deshalb keinen festen Bargeldbetrag empfehlen, den du vorab in Kronen tauschst. Wichtiger als ein großer Bargeldvorrat sind zwei funktionierende Karten von unterschiedlichen Banken. Wenn du unterwegs doch Bargeld brauchst, kannst du es in Schweden mit der richtigen Karte am Geldautomaten abheben.

Welche Gebühren am Geldautomaten anfallen können

Beim Geldabheben in Schweden musst du drei mögliche Kosten unterscheiden:

  1. Gebühr deiner eigenen Bank Diese vermeidest du mit einer Karte, die im Ausland keine eigene Abhebegebühr und keine Fremdwährungsgebühr berechnet.

  2. Gebühr des Geldautomatenbetreibers Diese Gebühr kommt nicht von deiner Kreditkarte, sondern vom Automaten vor Ort. Sie wird dir vor der Auszahlung angezeigt. Ist sie zu hoch, kannst du den Vorgang abbrechen und einen anderen Automaten suchen.

  3. Dynamic Currency Conversion, kurz DCC Der Automat bietet dir an, den Betrag direkt in Euro abzurechnen. Das klingt bequem, ist aber fast immer schlechter als die Abrechnung in Schwedischen Kronen. Wähle deshalb immer SEK und lehne die Euro-Abrechnung ab.

Meine Empfehlung: Tausche vor der Reise kein Bargeld auf Vorrat. Wenn du in Schweden wirklich Bargeld brauchst, heb es mit einer Karte ohne eigene Abhebegebühr deiner Bank ab, prüfe die angezeigte Automatengebühr und wähle immer SEK.

Die eigentliche Reserve ist nicht Bargeld, sondern deine zweite Karte. Bargeld brauchst du in Schweden nur noch für Sonderfälle.

Kreditkarte Schweden: Die 3 teuersten Fehler – und wie du sie vermeidest

Selbst mit einer guten Reisekreditkarte kannst du unnötige Gebühren zahlen, wenn du sie falsch einsetzt. Das passiert nicht aus Dummheit. Sondern aus Unwissenheit. Vor Aufregung. Oder aus Angst, etwas falsch zu machen.

Die drei häufigsten Kostenfallen lassen sich mit wenigen klaren Regeln vermeiden.

1. Fehler | In Euro statt in Schwedischen Kronen abrechnen lassen

Am Geldautomaten oder bei Kartenzahlungen in Schweden erscheint manchmal eine Frage auf dem Display: Möchtest du den Betrag in Euro oder in Schwedischen Kronen (SEK) abrechnen?

Die Antwort lautet immer: Schwedische Kronen.

Was im ersten Moment wie ein praktischer Service aussieht, ist in Wirklichkeit eine Gebührenfalle. Sie heißt Dynamic Currency Conversion, kurz DCC. Wer in Euro abrechnen lässt, akzeptiert damit den Wechselkurs des Automatenbetreibers, Händlers oder Zahlungsdienstleisters – und der ist meist deutlich schlechter als der Kurs von Visa oder Mastercard.

Der Aufschlag kann mehrere Prozent betragen. Die DKB weist darauf hin, dass DCC-Umrechnungskurse zum Teil bis zu 10 % schlechter sein können als der Kurs deiner Bank. Bei 200 Euro wären das im Extremfall bis zu 20 Euro zusätzliche Kosten. Ohne Gegenwert. Und diese Mehrkosten werden von der Bank in der Regel nicht erstattet.

DCC betrifft auch die beste Kreditkarte. Selbst wenn du eine gebührenfreie Reisekreditkarte dabeihast, zahlst du drauf, wenn du in Schweden direkt in Euro abrechnen lässt.

Regel: Wähle immer die Abrechnung in Landeswährung. In Schweden also immer SEK. Nie Euro, auch wenn dir das Terminal diese Option anbietet.

2. Fehler | Mit der falschen Karte in Schweden Bargeld abheben

Eine EC-Karte mit Fremdwährungsgebühr, Auslandseinsatzentgelt oder fester Abhebegebühr kann dich schnell mehrere Euro extra kosten. Wenn du dann auch noch mehrfach kleine Beträge abhebst, zahlst du diese Gebühren immer wieder.

Mit einer Karte ohne eigene Auslandsabhebegebühr und ohne Fremdwährungsgebühr vermeidest du diese Kosten aufseiten deiner eigenen Bank. Das können Reisekreditkarten wie die Hanseatic GenialCard oder die easybank Visa sein.

Trotzdem kann vor Ort am Automaten eine zusätzliche Gebühr anfallen. Diese Betreibergebühr wird dir vor der Auszahlung auf dem Display angezeigt. Wenn sie dir zu hoch ist, kannst du den Vorgang abbrechen und einen anderen Automaten suchen.

Merke: Hebe Bargeld nur mit einer Karte ab, die keine eigene Auslandsabhebegebühr und keine Fremdwährungsgebühr berechnet. Nicht mit der Girocard. DCC ablehnen, immer in SEK abrechnen lassen und lieber einmal einen ausreichenden Betrag abheben als mehrfach kleine Beträge.

3. Fehler | Nur mit einer einzigen Karte reisen

Das ist der Fehler mit den potenziell größten Konsequenzen. Eine gesperrte, verlorene, defekte oder abgelehnte Karte ist in Deutschland ärgerlich. In Schweden, beim Tanken in Lappland oder auf der Fähre zurück nach Deutschland, kann daraus ein echtes Problem werden.

Karten werden gesperrt, weil Banken ungewöhnliche Zahlungsmuster erkennen, manchmal auch bei völlig legitimen Transaktionen. Terminals lehnen Karten manchmal ohne erkennbaren Grund ab. Karten gehen verloren. Die PIN wird vergessen. Das Verfügungslimit ist erreicht.

Wer nur eine Karte dabeihat, steht in einem solchen Moment ohne funktionierendes Zahlungsmittel da. Wer zwei unabhängige Karten von zwei verschiedenen Banken dabeihat, wechselt die Karte und reist weiter.

Grundregel: Nimm immer zwei Karten von zwei verschiedenen Banken mit. Nicht als Luxus, sondern als Grundausstattung für Schweden.

Notfallplan Schweden: Was tun, wenn deine Karte nicht funktioniert

Deine Karte wird in Schweden abgelehnt? Ruhig bleiben. Das bedeutet nicht automatisch, dass deine Karte gesperrt wurde oder ein Betrugsfall vorliegt. Oft ist es nur ein Terminalproblem, eine Sicherheitseinstellung oder eine fehlgeschlagene kontaktlose Zahlung.

Wichtig ist jetzt nicht, hektisch alles gleichzeitig zu versuchen, sondern Schritt für Schritt vorzugehen.

Erste Sofortmaßnahmen: Was du direkt an der Kasse tun kannst

Probiere zuerst die andere Zahlungsart: Wenn kontaktlos bezahlen nicht funktioniert, stecke die Karte ins Terminal und zahle mit Chip und PIN. Wenn Chip und PIN nicht funktionieren, probiere kontaktlos. Manchmal liegt das Problem nicht an der Karte selbst, sondern an der Übertragungsmethode.

Wenn das nicht hilft, wechsle das Terminal. Eine andere Kasse, ein anderer Laden oder ein anderer Geldautomat löst das Problem oft sofort. Nicht jedes Terminal verarbeitet jede Karte gleich fehlerfrei.

Funktioniert die Karte weiterhin nicht, setze deine zweite Karte ein. Dafür ist sie da. In Schweden ist eine Backup-Karte keine theoretische Vorsichtsmaßnahme, sondern praktische Reisesicherheit. Ich spreche da aus Erfahrung.

Limit, Sperrung und Kartenfreischaltung prüfen

Wenn deine Karte an mehreren Stellen nicht funktioniert, solltest du in der Banking-App oder im Online-Banking die wichtigsten Ursachen prüfen.

  1. Das Verfügungslimit kann erreicht sein. Viele Karten haben Tages-, Wochen- oder Monatslimits für Zahlungen und Bargeldabhebungen. Gerade auf Reisen kommen schnell größere Beträge zusammen: Fähre, Unterkunft, Mietwagen, Tankstellen, Supermarkt, Campingplatz. Im Online-Banking oder in der App kannst du schnell prüfen, ob dein Kartenlimit ausgeschöpft ist. Bei manchen Karten lässt es sich dort auch kurzfristig erhöhen.

  2. Die Karte kann vorsorglich gesperrt worden sein. Banken erkennen manchmal ungewöhnliche Zahlungsmuster, auch bei völlig normalen Auslandszahlungen. Mehrere Zahlungen in kurzer Zeit, ein ungewohnter Ort oder eine größere Buchung können reichen. Ein Anruf beim Kartenservice oder eine Freigabe in der App kann das Problem lösen. Verlassen solltest du dich unterwegs aber nicht darauf.

  3. Eine Sicherheitseinstellung kann die Zahlung blockieren. Manche Karten lassen sich für bestimmte Länder, Regionen, Onlinezahlungen, Bargeldabhebungen oder Händlerzahlungen einschränken. Prüfe deshalb vor der Reise, ob Zahlungen in Schweden, Bargeldabhebungen und Onlinezahlungen aktiviert sind.

Bei der DKB kannst du zum Beispiel über Card Control festlegen, wie und wo deine Visa Debitkarte oder Visa Kreditkarte eingesetzt werden darf. Dort lassen sich unter anderem bestimmte Umsatzarten oder Länder blockieren. Vor deiner Reise solltest du prüfen, ob die Karte für Schweden und für die benötigten Einsatzarten freigeschaltet ist.

Damit du unterwegs Einstellungen anpassen und deine Ausgaben im Blick behalten kannst, sollte dein Smartphone erreichbar sein. Wie du in Schweden mobil online bleibst, erklärt der Artikel zu mobilem Internet in Schweden.

Karte verloren, gestohlen oder missbraucht: sofort sperren

Wenn deine Karte verloren geht, gestohlen wird oder du eine nicht autorisierte Zahlung bemerkst, solltest du sie sofort sperren lassen.

Die zentrale Nummer für Kartensperrungen ist der Sperr-Notruf 116 116. Aus dem Ausland erreichst du ihn unter +49 116 116. Falls diese Nummer nicht funktioniert, gibt es zusätzlich die Ersatznummer +49 30 4050 4050.

Beide Nummern sind rund um die Uhr erreichbar. Alternativ kannst du deine Karte direkt beim Kartenanbieter sperren lassen: telefonisch, in der Banking-App oder im Online-Banking.

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Sollte es doch einmal passieren, dass beide Karten nicht mehr funktionieren, prüfe zuerst, ob deine Bank Notfallbargeld oder eine Notfallkarte anbietet. Die DKB schickt beides per Kurier an deinen Aufenthaltsort, in der Regel innerhalb von 72 Stunden. Für Kunden mit DKB Visa Kreditkarte oder Aktivstatus ist das kostenlos. Mehr dazu direkt bei der DKB. Als universelle Alternative hilft ein Dienst wie Western Union, wenn jemand von zu Hause Geld schicken kann.

Bewahre deine zweite Karte nicht zusammen mit der ersten auf. Wenn beide Karten im selben Portemonnaie liegen, verlierst du im Ernstfall nicht eine Karte, sondern dein komplettes Zahlungssystem. Eine Karte gehört ins Portemonnaie, die zweite getrennt davon in den Rucksack, ins Gepäck oder an einen anderen sicheren Ort wie einen Geldgürtel.

Warum ich nie nur mit einer Kreditkarte nach Schweden reise: Sie hat mir den Arsch gerettet

Ich weiß, wovon ich rede. Für meine Banking-Apps habe ich Push-Nachrichten aktiviert, damit ich über jede Kontobewegung informiert werde. So sehe ich sofort, wenn eine Zahlung ausgelöst wird.

Ausgerechnet mitten in Schweden erhielt ich genau so eine Nachricht: Angeblich hatte ich gerade 600 Euro für eine Unterkunft in Italien bezahlt. Eine Kartenzahlung, die ich nicht autorisiert hatte. Ich war in Schweden, nicht in Italien.

Meine damalige Barclays Visa, heute easybank Visa, war offensichtlich missbraucht worden.

In diesem Moment blieb mir nur eine logische Reaktion: Karte in der App sperren, weiteren Missbrauch verhindern, Barclays informieren und prüfen, ob ich noch handlungsfähig bin.

Seit ich 2016 als Langzeitreisender aufgebrochen bin, habe ich immer eine zweite Karte dabei: meine DKB Visa Debitkarte. Damit konnte ich weiterhin einkaufen, tanken und bezahlen. Ohne diese Backup-Karte wäre ich in Schweden ernsthaft aufgeschmissen gewesen.

Ein Fährticket zurück nach Deutschland hätte ich vielleicht noch online mit PayPal buchen können. Aber wie kommst du mit leerem Tank nach Trelleborg zur Fähre – und danach weiter nach Hause?

In diesem Moment war meine zweite Karte kein nettes Extra. Sie war der Grund, warum ich die Reise ohne echtes Zahlungsproblem fortsetzen konnte.

Und ja, auf dem Schaden bin ich nicht sitzen geblieben. Zum Glück! Nachdem ich den Fall gemeldet und erklärt hatte, schickte mir Barclays eine neue Karte per Post und mir würden die 600 Euro einige Zeit später wieder gutgeschrieben.

Für die Reise selbst war aber etwas anderes entscheidend: Ich hatte sofort eine zweite Karte, mit der ich weiter bezahlen konnte. Die Ersatzkarte kam später. Die Backup-Karte hat das Problem vor Ort gelöst.

Was du vor der Schweden-Reise vorbereiten solltest

Aus dieser Erfahrung lassen sich ein paar einfache Regeln ableiten. Sie kosten dich vor der Reise nur wenige Minuten, können unterwegs aber den Unterschied machen, wenn eine Karte plötzlich nicht mehr funktioniert oder nicht mehr vorhanden ist.

  1. Speichere wichtige Zugänge nicht nur im Handy. Wenn dein Handy leer oder verloren geht, hilft dir eine wichtige Information im Smartphone allein nicht weiter. Notiere dir deshalb die wichtigsten Sperr- und Kontaktwege zusätzlich offline. Eine Sperrung in der Banking-App oder im Online-Banking kann ohne Handy-Verifizierung schwierig werden.

  2. Aktiviere Push-Benachrichtigungen für Kartenzahlungen. So siehst du sofort, wenn eine Zahlung ausgelöst wird, auch wenn sie nicht von dir stammt. Gerade unterwegs ist das eine einfache Möglichkeit, Kartenmissbrauch früh zu erkennen und schnell zu reagieren.

  3. Prüfe Limits, PIN und Karteneinstellungen vor der Abreise. Kontrolliere vor deiner Schweden-Reise, ob dein Verfügungslimit ausreicht, ob du deine PIN sicher kennst und ob Zahlungen im Ausland, Bargeldabhebungen und Onlinezahlungen aktiviert sind. Eine gute Karte hilft dir wenig, wenn sie in Schweden wegen einer Einstellung blockiert wird.

  4. Bewahre deine zweite Karte getrennt auf. Stecke nicht beide Karten ins gleiche Portemonnaie. Wenn du eine Karte verlierst oder dein Geldbeutel gestohlen wird, verlierst du sonst beide Zahlungsmittel auf einmal. Eine Karte gehört griffbereit, die zweite getrennt davon ins Gepäck, in den Rucksack oder an einen anderen sicheren Ort.

  5. Teste beide Karten vor der Reise einmal aktiv. Nutze beide Karten vor der Abfahrt mindestens einmal für eine kleine Zahlung. So merkst du rechtzeitig, ob die Karte aktiviert ist, die PIN funktioniert und die App-Freigabe eingerichtet ist. Der schlechteste Moment für den ersten Test ist die Tankstelle irgendwo zwischen Malmö und Stockholm.

Die wichtigste Erkenntnis ist nicht, dass nie etwas schiefgeht. Der wichtigste Punkt ist, dass ein Kartenproblem nicht deine komplette Reise lahmlegt. Dafür brauchst du zwei unabhängige Karten, funktionierende App-Zugänge und die Sicherheit, auch ohne deine Hauptkarte noch tanken, einkaufen und weiterreisen zu können.

Pro-Tipp: Damit du Kartenmissbrauch früh erkennst, muss deine Banking-App unterwegs erreichbar bleiben. Mehr dazu findest du im Artikel zu mobilem Internet in Schweden.

Kreditkarte für Schweden: So bist du beim Bezahlen und Geldabheben wirklich gut aufgestellt

Schweden macht keine Probleme, wenn du die richtigen Karten dabeihast. Bargeld spielt im Alltag kaum noch eine Rolle. Deine eigentliche Reserve ist deshalb nicht ein Umschlag mit Schwedischen Kronen, sondern eine zweite funktionierende Karte.

Wenn du bereits eine Visa- oder Mastercard-Kreditkarte hast, prüfe kurz zwei Punkte: keine Auslandseinsatzgebühr, keine eigene Abhebegebühr im Ausland. Passt das, brauchst du vor allem noch eine zweite Karte als Backup.

Noch keine passende Karte? Die Kombination aus Hanseatic GenialCard und easybank Visa ist für die meisten Reisen nach Schweden die unkomplizierteste Lösung. Zwei echte Kreditkarten, zwei unterschiedliche Banken, kein neues Girokonto und genug Sicherheit, falls eine Karte unterwegs nicht funktioniert.

Wenn du zusätzlich ein gebührenfreies Konto für deine Reiseausgaben möchtest, lohnt sich die Kombination aus easybank Visa und DKB Visa Debitkarte, vor allem mit dem DKB-Aktivstatus. Die Debitkarte hilft dir bei der Ausgabenkontrolle, die echte Kreditkarte bleibt wichtig für Situationen, in denen ein Kreditrahmen die bessere oder notwendige Lösung ist.

Vier Dinge gelten für jede Schweden-Reise: Immer in Schwedischen Kronen abrechnen. DCC ablehnen. Rückzahlung der Kreditkartenbeträge aktiv kontrollieren. Und die zweite Karte getrennt von der ersten aufbewahren, nicht im selben Geldbeutel.

Richte deine Karten nicht erst kurz vor der Reise ein. Beantrage fehlende Karten rechtzeitig, teste beide einmal aktiv, prüfe Limits und PINs und stelle die Rückzahlung so ein, dass keine Teilzahlungszinsen entstehen. Dann wird deine Kreditkarte in Schweden nicht zur Kostenfalle, sondern zu einem verlässlichen Zahlungsmittel.

Ich zahle in Schweden mit der easybank Visa. Keine Jahresgebühr, kein Aufschlag auf den Wechselkurs.

Jetzt beantragen — easybank Visa

Die GenialCard empfehle ich als Zweitkarte. Eine unabhängige Backup-Karte.

Kostenlose Zweitkarte — GenialCard

Das DKB Konto ist kostenlos, wenn du es als Aktivkunde nutzt. Debitkarte inklusive.

Kostenloses Girokonto eröffnen — DKB

FAQ: Häufige Fragen zur Kreditkarte für Schweden

Brauche ich in Schweden überhaupt Bargeld?

Nein, in den meisten Fällen nicht. Schweden ist eines der bargeldlosesten Länder der Welt. Kartenzahlungen werden nahezu überall akzeptiert und funktionieren im Café, im Supermarkt, an der Tankstelle und auf dem Campingplatz. Einen festen Bargeldbetrag musst du vor deiner Reise deshalb nicht einplanen. Wichtiger sind zwei funktionierende Karten.

Oft ja, aber nicht überall gleich gut und je nach Bank häufig mit Gebühren. Als Hauptkarte taugt die Girocard in Schweden nicht. Als Notfallreserve ist sie besser als nichts. Warum das so ist, erkläre ich hier ausführlicher.

Im Alltag gibt es kaum einen Unterschied. Visa- und Mastercard-Kreditkarten werden in Schweden nahezu überall akzeptiert. Was den Unterschied macht, sind die Konditionen der ausgebenden Bank: keine Auslandseinsatzgebühr, keine eigene Abhebegebühr im Ausland und möglichst ein echter Kreditrahmen. Welche Karten das konkret erfüllen, zeige ich im Vergleich.

In Schweden zahlst du nicht mit Euro, sondern mit Schwedischen Kronen (SEK). Wenn dir ein Terminal oder Geldautomat trotzdem die Abrechnung in Euro anbietet, solltest du ablehnen. Wer in Euro abrechnen lässt, akzeptiert meist den schlechteren Wechselkurs des Terminal- oder Automatenbetreibers. Diese Gebührenfalle heißt Dynamic Currency Conversion (DCC). Wie du DCC erkennst und vermeidest, steht hier.

Ja, moderne Debitkarten werden in Schweden in vielen Alltagssituationen akzeptiert. Der Unterschied zur echten Kreditkarte zeigt sich vor allem bei Hotels, Mietwagen und Kautionen. Wer nur eine Debitkarte hat, sollte eine echte Kreditkarte als Ergänzung mitnehmen.

Ja, Apple Pay und Google Pay funktionieren in Schweden an den meisten Kassen, in Restaurants und im Einzelhandel. Kartenzahlungen sind hier Alltag, auch per Smartphone. Laut Riksbank werden in Schweden nur noch etwa 5 % der Einkäufe bar bezahlt.

Was zählt, ist die Karte dahinter. Hast du eine Kreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühr in der Wallet hinterlegt, zahlst du in Schweden ohne Aufschlag. Hast du eine Karte mit Gebühren hinterlegt, werden diese trotzdem berechnet, auch über Apple Pay oder Google Pay.

Für Fähren reicht meist eine überall akzeptierte Visa- oder Mastercard. Für Hotels und zur Hinterlegung der Mietwagenkaution ist eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen die bessere Wahl, weil eine reine Debitkarte dort unpraktisch sein oder abgelehnt werden kann. Die easybank Visa ist dabei meine erste Empfehlung. Wer generell kein Auto mit Kreditkarte mieten möchte, findet in meinem Artikel alle Alternativen zur Kaution.

Ruhig bleiben. Probiere zuerst eine andere Zahlungsart: kontaktlos statt Chip und PIN oder umgekehrt. Funktioniert das nicht, verwende deine zweite Karte. Falls das Problem anhält, prüfe Limit, Sperrung und Karteneinstellungen in der Banking-App. Den vollständigen Notfallplan findest du hier.

Die Hanseatic GenialCard und die easybank Visa sind zwei naheliegende Kreditkarten ohne Jahresgebühr. Beide eignen sich für Schweden, wenn du ohne Auslandseinsatzgebühr bezahlen und eine zweite unabhängige Karte dabeihaben willst. Wichtig bleibt: Rückzahlung aktiv kontrollieren, damit keine Zinsen für die Teilzahlung entstehen.

Ich habe dir erzählt, welche Karte ich nutze. Welche Karte nimmst du mit nach Schweden? Schreib's in die Kommentare.


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