Kreditkarte Schweden: Bezahlen und Geld abheben ohne unnötige Gebühren

Visa, Mastercard oder EC-Karte? Welche Karte in Schweden wirklich sinnvoll ist

Porträt von Torsten Balzer, Autor von upandaway.de

Autor: Torsten Balzer · Langzeitreisender seit 2016 · regelmäßig in Schweden und Skandinavien unterwegs

Aktualisiert am: 30. April 2026

Kurz zusammengefasst

  • Die beste Karte für Schweden ist eine Visa- oder Mastercard ohne Auslandseinsatzgebühr, mit der du im Ausland ohne Gebühren Geld abheben kannst.
  • Eine EC-Karte (Girocard) ist keine gute Hauptlösung – sie ist in Schweden oft teurer und höchstens als Notfallreserve sinnvoll.
  • Bargeld ist in Schweden kaum nötig, beim Geldabheben können aber trotzdem Gebühren anfallen.
  • Wähle beim Bezahlen immer Schwedische Kronen statt Euro, um schlechte Umrechnungskurse und Zusatzkosten zu vermeiden.
  • Nimm neben deiner Hauptkarte immer eine zweite Karte als Backup mit, falls deine Karte gesperrt, abgelehnt, defekt oder verloren geht.

Schweden ist eines der bargeldlosesten Länder Europas. Von der Fika in Malmö bis zur Tankstelle in Nordschweden läuft fast alles über Kartenzahlung. Das eigentliche Problem ist nicht, ob du in Schweden bargeldlos bezahlen kannst, sondern mit welcher Karte du bezahlst und was dich jede Zahlung zusätzlich an Gebühren kostet.

Mit der falschen Karte werden Zahlungen in Schwedischen Kronen und Bargeldabhebungen unnötig teuer.

Visa und Mastercard werden in Schweden nahezu überall akzeptiert. Beide Karten funktionieren zuverlässig: beim Bezahlen, beim Geldabheben in Schweden und bei Online-Buchungen vor der Reise. Damit bist du im Alltag deutlich verlässlicher unterwegs als mit deiner deutschen EC-Karte und kannst auch Buchungen, Fährkosten oder Mautzahlungen auf dem Weg nach Schweden problemlos abwickeln.

Der Unterschied liegt in den Gebühren: Viele Karten berechnen beim Bezahlen in Fremdwährung ein Auslandseinsatzentgelt von etwa 1,75 % bis 2,2 %. Das läuft automatisch und fällt oft erst später auf der Kartenabrechnung auf. Beim Geldabheben können zusätzlich Mindestentgelte, Gebühren der Automatenbetreiber oder schlechte Umrechnungskurse durch Dynamic Currency Conversion (DCC) dazukommen. So zahlst du schnell mehrere Euro extra, ohne dafür irgendeinen Mehrwert zu bekommen.

Mit der richtigen Karte vermeidest du viele dieser unnötigen Bankgebühren. Wichtig ist aber: Lehne Dynamic Currency Conversion ab und wähle bei Zahlungen oder Abhebungen immer Schwedische Kronen statt Euro.

Deine Girocard (EC-Karte) funktioniert in Schweden je nach Bank und Kartenmodell ebenfalls an vielen Terminals und Automaten. Sie ist aber mit höheren Fremdwährungsgebühren verbunden. Dazu kommen feste Abhebegebühren von 3 bis 5 Euro pro Vorgang. Als Hauptzahlungsmittel für Schweden ist die Girocard damit zu teuer. Als Notfallreserve ist sie besser als nichts – aber auch nur das.

Am entspanntesten reist du in Schweden mit zwei Karten: einer gebührenfreien Visa- oder Mastercard-Kreditkarte für den Alltag und einer zweiten Karte als verlässliches Backup. So bist du abgesichert, falls eine Karte gesperrt, abgelehnt oder verloren geht und zahlst mit keiner der beiden unnötige Gebühren.

Ich selbst nutze auf Reisen seit mehr als 10 Jahren zwei Karten, die easybank Visa (früher Barclays Visa) und die DKB Visa Debitkarte. Beide haben mich auf meinen Reisen nach Schweden nicht im Stich gelassen. Wenn dir noch eine passende Karte für Schweden fehlt, ist auch die Hanseatic GenialCard eine unkomplizierte Option ohne Jahresgebühr.

Kartenzahlung in Schweden: Welche Kreditkarte wirklich sinnvoll ist

Was du für Schweden wirklich brauchst, ist eine gebührenfreie Visa oder Mastercard, mit der du vor Ort ohne Fremdwährungsgebühren bezahlen und ohne bankseitige Gebühren Geld abheben kannst.

Die eigentliche Frage ist daher: Welche Karte passt zu deiner Reise?

Setup A | Zwei Karten, kein Kontowechsel

Du willst für Schweden zwei gute Kreditkarten, ohne Kontowechsel und ohne zusätzliche Bedingungen? Dann ist dieses Zwei-Karten-Setup für deine Reise die unkomplizierteste Lösung.

Mit Hanseatic GenialCard und easybank Visa kombinierst du zwei echte Kreditkarten ohne Jahresgebühr von zwei unterschiedlichen Banken. Du kannst in Schwedischen Kronen bezahlen, unterwegs Geld abheben und hast trotzdem eine zweite Karte dabei, falls eine Zahlung nicht funktioniert. Das hilft dir nicht nur im Supermarkt oder an der Tankstelle, sondern auch bei Campingplätzen und spontanen Online-Buchungen unterwegs.

Beide Karten funktionieren nicht nur in Schweden zuverlässig, sondern auch auf weiteren Reisen, bei denen du ohne Fremdwährungsgebühr bezahlen und Geld abheben willst.

Wichtig zur Rückzahlung: Bei Kreditkarten sind nicht nur die Gebühren entscheidend, sondern auch die Rückzahlung des offenen Kreditkartenbetrags. Denn bei Teilzahlung fallen Zinsen an. Deshalb solltest du die Abrechnung nicht einfach laufen lassen, sondern vor der ersten Reise bewusst einstellen.

Bei der Hanseatic GenialCard kannst du die Rückzahlung in der App oder im Online-Banking auf vollständige Rückzahlung umstellen. Der fällige Betrag wird dann zu 100 % per Lastschrift von deinem bestehenden Girokonto abgebucht.

Bei der easybank Visa ist die Rückzahlung per Überweisung oder in der App per Soforteinzug gebührenfrei möglich. Die 100-%-Rückzahlung per automatischer monatlicher Lastschrift ist zwar bequemer, kostet dich aber 2 Euro pro Monat. Mein Tipp: Behalte den fälligen Betrag monatlich selbst im Blick und gleiche ihn rechtzeitig manuell aus. So vermeidest du Zinsen und die Gebühr für die automatische Lastschrift.

Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, kannst du dich statt für die GenialCard auch für die awa7 Visa entscheiden. Sie kommt ebenfalls von der Hanseatic Bank, ist der GenialCard in den wichtigsten Punkten sehr ähnlich und eine gute Alternative, wenn dir beim Bezahlen auch der Klimaschutz wichtig ist.

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Abschicken deines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass wir deinen gewählten Namen (dies kann auch ein Pseudonym sein), deine eMail-Adresse, der Zeitpunkt der Erstellung deines Kommentars sowie (sofern von dir angegeben) die Angaben zu deiner Webseite speichern und nach Freigabe deines Kommentars dein gewählter Name, der Zeitpunkt der Erstellung deines Kommentars sowie die URL zu deiner angegebenen Webseite öffentlich sichtbar ist. Deine IP-Adresse wird nicht gespeichert.

Weitere Informationen zum Umgang mit deinen persönlichen Daten kannst du unserer Datenschutzerklärung entnehmen.

Nicht vergessen: Seite speichern und Teilen!