Wanderdünen bei Leba
Wanderung zur Lontzkedüne im Slowinzischen Nationalpark in Polen

Als die Sahara Polens wird die riesige Wanderdüne bei Leba im Slowinzischen Nationalpark bezeichnet. Mit einer Fläche von zirka 500 Hektar definitiv ein Grund für mich, meine Schuhe auf einer ausgedehnten Wanderung zur Lontzkedüne ordentlich mit Sand zu füllen.

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Es gibt Naturschauspiele die ich an der Ostseeküste in diesen Dimensionen nicht erwartet hätte. Zum Beispiel die riesigen Wanderdünen im Slowinzischen Nationalpark in der Nähe des Badeortes Leba [polnisch: Łeba] in Polen.

Nicht umsonst spricht man hier auch von der Sahara Polens, denn das Dünengebiet erstreckt sich auf gut 35 Kilometern und umfasst eine Fläche von ungefähr 500 Hektar. Das entspricht in etwa 700 Fußballfelder!

Die bekannteste und zugleich größte Wanderdüne im Slowinzischen Nationalpark, ist die Lontzkedüne [polnisch: Wydma Łącka] bei Leba. Mit einer Länge von etwa 1.300 Meter und 500 Meter Breite macht sie gerade einmal einen Teil von 65 Hektar des gesamten Dünengebietes aus, also nur 13 Prozent der Gesamtfläche.

Je nach Jahreszeit ist die Lontzkedüne zwischen 30 und 42 Meter hoch und soll sich im Jahr um unglaubliche 12 Meter nach Osten bewegen. Angetrieben durch westliche Winde begräbt die Wanderdüne auf ihrem Weg so die ursprüngliche Landschaft, Sümpfe und sogar ganze Wälder unter sich.

Auch die Ortschaft Łączka wurde bereits unter dieser riesigen Wanderdüne begraben.

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Leba: Badeort und Tor zur polnischen Sahara

Um die Wanderdüne zu erkunden, eignet sich Leba als perfekter Ausgangspunkt. Der 110 Kilometer von Danzig entfernte Fischereiort ist Polens nördlichster Seehafen und zugleich einer der beliebtesten Badeorte an der polnischen Ostseeküste.

Die kilometerlangen feinen Sandstrände fallen hier nur sehr leicht ab und sind daher geradezu perfekt zum Baden, für lange Spaziergänge und Wassersport in jeglicher Form. Auch die Innenstadt ist definitiv touristisch erschlossen und bietet jede Menge Bars und Restaurants sowie zahlreiche Rad- und Wanderwege.

Solltest du in den Sommermonaten Juli und August nach Leba reisen und nicht auf einem Campingplatz übernachten wollen, dann empfiehlt es sich, wenn du deine Unterkunft rechtzeitig vorbuchst. Leba ist zwar ein auf Touristen eingestellter Ort, jedoch ein sehr kleiner und bietet nicht all so viele Hotels und Pensionen.

Lesetipp: Auf welchen Campingplätzen in Polen ich mit meinem Campervan übernachtet und welche Erfahrungen ich dort gemacht habe, erzähle ich dir im verlinkten Beitrag.

Wanderung zur Düne bei Leba

Die Lontzkedüne liegt nur 8 Kilometer von Leba entfernt. Erreichen kannst du die Wanderdüne entweder entlang des Strandes oder über einen Fuß- beziehungsweise Radweg, der dich durch einen Kiefernwald führt.

Aber auch mit dem Auto kannst du bis auf vier Kilometer an die Wanderdüne heranfahren.

Empfehlen würde ich dir eine Kombination aus Fußweg und Strand. Auf diese Weise kannst du die Natur im Kiefernwald genießen und über den Strandweg einen flachen Einstieg auf die Wanderdüne nehmen.

Der Aufstieg im losen Sand, am Ende des Fußweges, ist nicht für jeden machbar beziehungsweise geeignet, da es erst einmal sehr steil nach oben geht bevor man das Plateau erreicht.

Der Aufstieg auf die Lontzkedüne ist steiler als es auf diesem Foto aussieht.

Im Grunde kannst du dich auf dem Weg zur Wanderdüne absolut nicht verlaufen. Wenn du direkt in Leba startest, dann folge einfach der Beschilderung in Richtung Rabka Parking. Parallel zur Straße führt ein kleiner Weg bis zum Nationalpark.

Pro-Tipp: Solltest du nicht fit genug für diese Wanderung sein – immerhin liegt die Gesamtstrecke am Ende des Tages bei knapp 20 Kilometern – dann kannst du dich ab hier auch mit einem Elektortaxi direkt vor die Wanderdüne fahren lassen. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es in den Sommermonaten direkte Transfers von der Innenstadt Lebas zur Wanderdüne gibt.

Wie ich schon erwähnt habe, gibt es zwei Möglichkeiten zur Wanderdüne zu kommen.

Solltest du nicht die ganze Zeit auf dem Fußweg durch den Kiefernwald, sondern lieber am Strand laufen wollen, dann kannst du den Weg nach rechts vor dem ehemaligen Versuchsgeländes der Deutschen Luftwaffe wählen – gut 100 Meter vor der Abzweigung steht ein kleiner Pavillon, der zur Rast einlädt.

Über sandigen Boden geht’s dann über eine noch bewaldete Düne direkt an den Ostseestrand.

Auf dem ehemaligen Versuchsgelände Rumbke wurden im Zweiten Weltkrieg Langstreckenraketen getestet.

Nach Ende des Krieges nutzten die Polen dieses Gelände, um mit Höhenforschungsraketen die Atmosphäre zu erforschen. Heute befindet sich auf diesem Gelände ein Museum, welches sich thematisch mit der Nutzung dieses Geländes befasst.

Auf dem Weg entlang am Strand lädt die Ostsee bei gutem Wetter nicht nur zum Baden ein. Hier kannst du auch wunderschöne Formen und kleine Skulpturen aus Steinen und Sand entdecken, die vielleicht auch dein Herz höherschlagen lassen.

Mir haben es die bunten Steinchen und winzigen Sandanhäufungen auf jedem Fall angetan.

Wenn du die Abzweigung zur Wanderdüne erreicht hast, heißt es vor allem in den Sommermonaten noch einmal durchatmen und einen Schluck aus der Wasserflasche nehmen.

Auch noch einmal ordentlich Sonnencreme auftragen kann nicht schaden, denn auf der Wanderdüne gibt es keinerlei Schatten in den du dich zum Abkühlen flüchten kannst.

Zudem speichert der Sand sehr viel wärme, so dass man sich wie in einem Backofen vorkommt.

Auf der riesigen Düne angekommen gibt es nur noch Sand soweit das Auge reicht. Spätestens jetzt wird einem sehr deutlich, weshalb die Wanderdünen von Leba auch den Beinamen Sahara Polens haben.

Vielleicht kommst ja auch du dir wie in einer riesigen Wüste vor.

Wüstengleich ist hier die Vegetation - sehr karg bis gar nicht vorhanden. Hier und da mal ein grünes Hälmchen, was den Kampf gegen die Hitze und Trockenheit doch irgendwie gewonnen hat.

An den Rändern der Lontzkedüne siehst du jedoch sehr deutlich, wie sich der Sand der Düne den angrenzenden Wald mit seinen Bäumen und Sümpfen unaufhaltsam einfach so einverleibt. Meter um Meter.

Zurück nach Leba führt nun der Weg durch den schattigen Kiefernwald. Mit Sicherheit eine dringend notwendige Abkühlung! Natürlich kannst du auch direkt in der Ostsee für deine Abkühlung sorgen.

Der Eintritt zu den Wanderdünen im Slowinzischen Nationalpark ist vom 1. Mai bis zum 30. September kostenpflichtig. Der Preis von 6 Złoty, also zirka 1,36 Euro pro Person, ist es in jedem Fall wert. Denn wo sonst kann man sich so einfach die Schuhe mit Sand füllen? Bargeld nicht vergessen!

Ich hoffe die Wanderung auf die riesige Lontzkedüne hat dir gefallen. Lass es mich wissen und hinterlasse ein Kommentar!

Wanderdüne Leba in Polen

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Torsten

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