Polarlichter Island
Nordlichter Tipps für deine Reise nach Island

Nordlichter gehören für viele Islandreisende zu den absoluten Highlights. Erfahre wann die beste Zeit ist, um in Island Polarlichter sehen zu können, wie du dich auf das Spektakel am Himmel vorbereitest ohne eine teure Nordlichter-Tour buchen zu müssen und was du für tolle Erinnerungsfotos alles brauchst.

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Einmal Polarlichter am Sternenhimmel tanzen zu sehen, war auch für mich ein großer Traum.

Auf einer meiner Reisen nach Island, konnte ich zwar die Nordlichter beim Landanflug auf Keflavík aus dem Flugzeug heraus beobachten, jedoch war damals die Aussicht auf den grünen Schleier nicht wirklich spektakulär.

Während meiner dreimonatigen Winterreise mit meinem selbstausgebauten Campervan, hatte ich jedoch wieder das Glück und konnte die Polarlichter gleich in mehreren Nächten beobachten.

Nordlichter Island: Sei vorbereitet!

Nach meiner Ankunft mit der Fähre in Seyðisfjörður, hat das Glück nicht lange auf sich warten lassen. Schon in der zweiten Nacht unter den Sternen Islands zeigten sich mir die Polarlichter. Beinahe hätte ich diese jedoch verpasst!

Während ich mir in meinem Campervan etwas zu Essen machte, hörte ich immer wieder Autos neben mir auf dem Parkplatz anhalten. Ich dachte mir nichts dabei, da von diesem Parkplatz aus täglich Touren ins Hochland starteten beziehungsweise am Abend ihr Ende fanden.

Jedoch wurden vor meinem Campervan die Stimmen mehr und mehr, so dass die Neugierde mich dann doch ans Fenster lockte.

Zum Glück, denn am Horizont tanzenden bereits die Polarlichter!

Vor Freude innerlich selbst tanzend, packte ich mich so schnell es ging dick in warme Kleidung ein und sprang vor die Tür in die Kälte.

Eine Zeit lang stand ich wie angewurzelt einfach nur da und schaute an den Sternenhimmel. „YESSSS!“ dachte ich mir und freute mich noch einmal mehr nun endlich Polarlichter sehen zu können.

Später versuchte ich mein Stativ und meine Kamera einigermaßen windgeschützt so zu positionieren, dass ich den Versuch Nordlichter zu fotografieren starten konnte. Mit kalten Fingern gar nicht mal so einfach!

An diesem windigen Abend Ende Oktober dürften es noch um die 3° Celsius gewesen sein.

Da ich bisher noch nie in meinem Leben Polarlichter fotografiert habe und auch sonst eher selten mich an Nachtaufnahmen probierte, war es eine kleine Herausforderung die richtigen Einstellungen an der Kamera zu finden. Glücklicherweise kenne ich meine Canon Kamera recht gut, so dass die ersten Aufnahmen zwar etwas schräg aber zum Ende hin doch durchaus vorzeigbar waren.

Die größte Herausforderung für mich an diesem Abend war das Fokussieren in der Dunkelheit. Ohne ausreichend beleuchteten Anhaltspunkt am Horizont manuell scharf zu stellen, kann einen ganz schon in Verzweiflung bringen. Aber jeder Versuch macht Klug!

Beschäftige dich unbedingt mit den Einstellungen deiner Kamera! Fotografiere schon zuhause am Abend oder in der Nacht und fokussiere das Motiv dabei manuell. So wirst du es in der Kälte definitiv einfacher haben, die richtigen Tasten und Einstellungen an deiner Kamera zu finden.

Nach einer guten Stunde war das Spektakel am Sternenhimmel vorbei. Und ich, trotz Euphorie und Glückseligkeit, auch irgendwie froh mich in meinem Campervan aufwärmen und es mir gemütlich machen zu können.

Nach diesen Erfahrungen, habe ich mich auf die kommenden Nächte besser vorbereitet. Kleidung, Stativ und Kameras lagen, für die Abende für die eine gute Vorhersage für Polarlichter bestand, bereit. Schließlich konnte es ja jederzeit losgehen!

So vorbereitet konnte ich in vielen weiteren Nächten die Polarlichter in Island beobachten und mich auch darin probieren eine Nordlicht-Timelapse aus vielen Einzelbildern zu erstellen.

Ist doch eigentlich ganz gut geworden, oder?

Das Timelapse-Video wird in einem neuen Fenster bei YouTube beziehungsweise in der App geöffnet.

Polarlichter Timelapse: Nordlichter über Island im Zeitraffer

Wann ist die beste Zeit in Island Polarlichter zu sehen?

Nordlichter lassen sich am besten beobachten, wenn es dunkel ist. Daher solltest du deine Reise nach Island nicht für den Sommer planen, wenn du unbedingt Polarlichter sehen willst.

Zu dieser Zeit sind zwar die kleinen Teilchen der Aurora Borealis ebenfalls in der Atmosphäre der Erde aktiv, jedoch ist es in den Sommermonaten einfach immer viel zu hell, um Nordlichter sehen zu können.

Pro-Tipp: Wenn du in den Monaten Juni, Juli oder August nach Island reist, dann kannst du die Nordlichter in Islands einzigem Planetarium, dem Perlan, in einer 8K-Video-Projektion bestaunen. Mehr Informationen findest du hier.

Besonders gut sind deine Chancen in den dunklen Wintermonaten von Dezember bis Februar. In diesen Monaten lässt sich am Horizont die Sonne, bis auf wenige Stunden zur Mittagszeit, kaum sehen. Und selbst dann, bleibt es eher dämmrig.

Aufgrund der geographischen Lage Islands, wird es bereits Ende Oktober, im November und März frühzeitig dunkel beziehungsweise tagsüber nicht richtig hell. Die Wahrscheinlichkeit, dass du auch in diesen Monaten mit Erfolg in Island Nordlichter sehen kannst, ist ebenso groß, wie in den Wintermonaten.

Die beste Zeit, um in Island Polarlichter zu sehen, sind die Monate Oktober bis einschließlich März.

Island Polarlichter: Wo du Nordlichter sehen kannst

Nordlichter lassen sich am besten beobachten, wenn du weit weg von störendem Licht bist. Auch Fotos oder Videoaufnahmen von Polarlichtern lassen sich am besten fernab künstlicher Lichtquellen machen.

Was jedoch nicht heißt, dass diese nicht dennoch machbar wären. Allerdings müssen dafür die Nordlichter hell genug sein.

In diesen Fällen brauchst du dann gar nicht erst ins isländische Nirgendwo fahren. Häufig reicht es, wenn du dich an den Rand der Stadt begibst.

Viel wichtiger für das Beobachten von Polarlichtern ist, dass die Aktivität der Aurora Borealis hoch genug ist und du eine freie Sicht auf den Sternenhimmel hast!

Nordlichter Island: Die Vorhersage der Polarlichter

Auch wenn die Chancen in der dunklen Jahreszeit ziemlich hoch sind, lohnt es nicht jeden Tag mit viel Geduld auf das Erscheinen der Nordlichter zu warten.

Zum einen, weil vielleicht das Wetter einfach nicht gut genug ist und dicke Wolken die Sicht auf den Sternenhimmel versperren. Oder, weil nicht genügend energiegeladene Teilchen der Aurora Borealis auf die Atmosphäre der Erde treffen und zu leuchten beginnen.

Damit du nicht bei ungünstigen Voraussetzungen die Nacht in der Kälte verbringen musst, solltest du dir vor jedem Aufbrechen unbedingt die Vorhersage für Polarlichter und den Wetterbericht für Island ansehen.

Eine, meiner Meinung nach, gute Vorhersage für Polarlichter, bietet die Webseite des isländischen Wetterdienstes. Dort findest du nicht nur Informationen über die Intensität der Nordlichter, sondern auch gleich alle wichtigen Fakten über das Wetter.

Link: veður.is – Aurora Forecast und Wetterbericht

Der Isländische Wetterdienst bietet zwar auch eine App an, leider enthält diese (nach heutigem Stand) jedoch nicht die Vorhersage der Nordlichter. Die Webseite lässt sich aber auch sehr gut auf dem Smartphone bedienen.

Die Polarlichter-Vorhersage ist leicht zu lesen und gibt dir ganz schnell eine Einschätzung darüber, ob es sich lohnt an diesem Abend auf die Nordlichter zu warten.

Einige Erklärungen möchte ich dir dennoch geben.

Vorhersage für Nordlichter und WetterPolarlicht-Vorhersage des Isländischen Wetterdienstes Veður | Bildquelle: Screenshot veður.is

So liest du die Polarlichter Vorhersage

Wie ich schon erwähnt hatte, entscheidet die Intensität der Aurora Borealis darüber, ob du tatsächlich auch Nordlichter sehen wirst. In der rechten oberen Ecke der Webseite befindet sich ein Kästchen mit der Bezeichnung Aurora Forecast, dem du die Intensität der Polarlichter entnehmen kannst.

Meine Erfahrung zeigt, dass es wahrscheinlich ist Nordlichter zu sehen, wenn der Aurora Forecast mindestens die Stufe 3 - also Moderate anzeigt. Je höher die Stufen des Aurora Forecast ist, desto intensiver werden die Polarlichter zu sehen sein.

Ein Garant hierfür ist es jedoch nicht!

Auch wenn die Intensität der Polarlichter sich vorhersagen lässt, kann eine exakte Uhrzeit nicht bestimmt werden. Wenn du Polarlichter beobachten willst brauchst du also auch jede Menge Geduld.

Ein weiterer wichtiger Punkt dem du dem Aurora Forecast entnehmen kannst, ist die Stärke und die Bewegungsrichtung der Wolkendecke. Denn nur mit freier Sicht auf den nächtlichen Sternenhimmel wirst du die Polarlichter sehen können.

Diese Information kannst du der Karte in der Mitte der Webseite entnehmen.

Eine freie Sicht auf den Sternenhimmel hast du in den Gebieten und Gegenden, welche mit der Farbe Weiß markiert sind. Je grüner die Farbe über deinem Aufenthaltsort, desto dicker ist die Wolkendecke. Ein Versuch Polarlichter zu beobachten wäre an einem solchen Abend also vergebens.

Es ist wahrscheinlicher, dass du auf deiner Reise nach Island Nordlichter sehen wirst, wenn die Intensität der Aurora hoch ist und du eine freie Sicht auf den nächtlichen Sternenhimmel hast.

Nordlichter Island: Kein Glück gehabt?

Wenn du nichts dem Zufall überlassen möchtest, dann kannst du dir auch eine der vielen Nordlichter-Touren buchen und dich zu guten Spots bringen lassen.

Ein Garant dafür, dass du auch wirklich Polarlichter sehen wirst, gibt es jedoch nicht. Die Natur lässt schließlich keine Geschäfte mit sich machen.

Solltest du auf deiner Reise nach Island kein Glück mit den Nordlichtern haben, dann nutze die Gelegenheit und besuche Islands einziges Planetarium. Das Perlan in Reykjavík.

Dort kannst du dich von einer mehrfach ausgezeichneten 8K-Video-Projektion von Polarlichtern und Vulkanausbrüchen mitreisen lassen. Ideal auch, wenn du im Sommer die Nordlichter in Island sehen möchtest.

Polarlichter Island: Was du zum Fotografieren benötigst

Um Nordlichter fotografieren zu können, benötigst du neben Zeit und Geduld, ein paar Dinge in deiner Fotoausrüstung, die unabdingbar sind.

Grundlegend, um Polarlichter zu fotografieren beziehungsweise überhaupt Nachtaufnahmen machen zu können, ist ein Stativ. Ohne Stativ ist es sehr unwahrscheinlich, dass du bei einer Belichtung von mehreren Sekunden deine Kamera auch genauso lang ruhig halten kannst, ohne das am Ende ein verwackeltes Bild dabei herauskommst.

Bei einem Stativ kommt es vor allem darauf an, dass du es auf jedem Untergrund fest aufstellen kannst, so dass es nicht durch den Wind mit samt Kamera umgestoßen werden kann. Ein leichtes Reisestativ würde ich dir daher nicht empfehlen.

Wie bei allen Investitionen, lohnt es sich auch beim Kauf eines Statives, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Schließlich möchtest du dein Kamerastativ auch längerfristig und auf deinen zukünftigen Reisen nutzen.

Müsste ich mein schweres Stativ von Bilora ersetzen, dann würde ich mich wohl zwischen dem Rollei C5i und dem Cayer AF2451 entscheiden.

Neben einem Stativ, ist es zum Fotografieren von Polarlichtern auch wichtig, dass du an deiner Kamera die Belichtungsdauer und den ISO-Wert manuell einstellen kannst. Denn mit diesen beiden Werten kannst du bestimmen wie viel Licht auf den Aufnahmesensor deiner Kamera gelangt beziehungsweise dort verarbeitet wird.

Für meine Fotos habe ich eine Belichtungsdauer zwischen 10 und 30 Sekunden sowie einen ISO-Wert zwischen 300 und 1.000 bei einer Blende von 3.5 verwendet – immer in Abhängigkeit zur Intensität und Helligkeit der Polarlichter.

Neben den großen Spiegelreflexkameras, wie zum Beispiel die Modelle von Canon, bieten dir auch die kleineren Systemkameras diese Funktionen im manuellen Modus der Kamera. Aber auch Kompaktkameras wie die Sony HX60 verfügen über viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten.

Kann man Nordlichter mit dem Handy fotografieren?

Je nach Intensität kannst du auch Nordlichter mit einem Handy fotografieren. Dazu müssen die Polarlichter aber schon besonders hell sein und du dich fernab jeglicher künstlichen Lichtquellen befinden. Ein Stativ ist auch bei der Handyfotografie zu empfehlen, da es eher unwahrscheinlich ist, dass du mit einem Smartphone unverwackelte Nachaufnahmen machen wirst.

Auf meiner Reise nach Australien, habe ich mir ein Mini-Stativ von Manfrotto gekauft, um dort Nachtaufnahmen machen zu können. Dieses Stativ ist super klein, leicht und passt mit dem richtigen Zubehör unter jedes Smartphone. Zugleich trägt es auch schwere Kameras mit einem Gewicht von bis zu 2,5kg.

Fazit: In Island Nordlichter beobachten

Es gehört definitiv etwas Glück dazu, wenn du auf deiner Reise nach Island Nordlichter sehen möchtest. Manchmal vergehen Tage oder Wochen, an denen sich die Polarlichter nicht zeigen. Und dann kommen einige Nächte hintereinander, an denen es so scheint, als ob der Sternenhimmel explodiert.

Wenn du abenteuerlich genug bist, dann lohnt es sich auf eigene Faust auf Nordlichter Jagd zu gehen. Wenige Kilometer von Reykjavík entfernt, lassen sich auch ohne Insiderwissen gute Stellen finden, von denen du die Polarlichter am Sternenhimmel beobachten kannst.

Auch wenn du vielleicht nicht das Glück hast, die Polarlichter sehen zu können, solltest du deine nächtlichen Ausflüge genießen. Am besten geht das, gut vorbereitet in warmer Kleidung mit einem heißen Getränk, Schokolade und deinen Liebsten.

In nahezu absoluter Dunkelheit, kann auch der Sternenhimmel ohne Nordlichter berauschend schön sein!

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Torsten

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2 Gedanken zu „Island Nordlichter: Wie du ohne teure Tour in Island Polarlichter sehen kannst“

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