Jakobsweg Kosten
Was kostet es den Jakobsweg zu gehen?

Wie jede Reise, ist auch eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg mit Kosten verbunden. Dabei sind je nach Route, Dauer und persönlichen Ansprüchen die Kosten pro Tag für jeden Pilger unterschiedlich hoch. In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Ausgaben mir beim Pilgern entstanden sind und helfe dir mit einem Rechenbeispiel deine täglichen Kosten auf dem Jakobsweg besser einschätzen zu können.

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Beim Pilgern auf dem Camino Portugues, Camino del Norte oder Camino Francés sowie auch auf jedem anderen Jakobsweg in Spanien und Portugal, entstehen Kosten. Doch, was kostet es den Jakobsweg zu gehen?

Je nachdem, wie viel Luxus und Annehmlichkeiten du dir beim Pilgern auf dem Jakobsweg gönnen willst, summieren sich deine Ausgaben beziehungsweise Kosten pro Tag mit der Dauer deiner Pilgerreise. Selbst dann, wenn du nur die letzten 100 km nach Santiago de Compostela auf dem Jakobsweg gehen möchtest.

Da jeder Pilger seinen Weg ganz individuell gestaltet, ist es natürlich nicht möglich eine absolut allgemeingültige Aussage darüber zu treffen, wie viel Geld du im speziellen auf dem Jakobsweg benötigen wirst. Es gibt einfach zu viele Faktoren, die man bei der Planung berücksichtigen muss.

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Um dir bei deiner Reiseplanung zu helfen, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche Kosten nicht nur mir, sondern auch jedem anderen Pilger auf dem Jakobsweg entstehen. Dabei ist eine ganze Menge an Informationen zusammengekommen, die ich in diesem Erfahrungsbericht mit dir teile und natürlich auch erklären werde.

So viel sei schon gesagt: Sofern du mit etwas Umsicht auf dem Jakobsweg pilgern gehst und einen guten Mix aus den verschiedenen Unterkünften findest sowie dich häufiger selbstversorgst, anstatt täglich in einem Restaurant essezugehen, muss dich der Jakobsweg nicht mehr als 27 Euro pro Tag kosten. Mit 189 Euro pro Woche sollte dein Budget auch ausreichend groß sein, dass du als Pilger auf dem Jakobsweg nicht spartanisch leben und du auf etwas verzichten musst.

Jakobsweg Kosten: Welche Ausgaben entstehen beim Pilgern?

Im Wesentlichen bestehen die Ausgaben für eine Pilgerreise auf dem Camino del Norte oder Camino Portugues aus den Kosten für deine An- und Abreise, Übernachtungen in den Pilgerherbergen oder Hotels, Verpflegung sowie aus den noch notwendigen Anschaffungen für deine Pilgerausrüstung.

Natürlich solltest du in deinem Budget auch Ausgaben für eventuelle Extras, Souvenirs oder Eintrittsgelder berücksichtigen. Denn auf dem Jakobsweg in Portugal und Spanien, gibt es viel zu entdecken. Vielleicht planst ja auch du am Ende deiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg einen erlebnisreichen Tagesausflug ab Santiago de Compostela zum 0 km Stein am Kap Finisterre.

Da die Kosten für eine An- und Abreise nach Spanien beziehungsweise Portugal täglich schwanken und je nach Wohnort sowie Transportmittel unterschiedlicher nicht sein können, macht es keinen Sinn, wenn ich in meinem Erfahrungsbericht im Detail auf diese Ausgaben eingehe. Daher verzichte ich darauf, dir diesbezüglich irgendwelche Beträge zu nennen.

Lieber will ich dir ein paar Tipps geben, mit denen du Geld sparen und deine Kosten geringhalten kannst.

Je nachdem wo du wohnst, ist es heutzutage sehr einfach und günstig zum Ausgangspunkt deiner Route entlang des Jakobswegs zu kommen. Von nahezu jedem Flughafen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es zahlreiche Flugverbindungen nach Porto in Portugal, Bilbao oder Donostia-San Sebastián in Spanien sowie Biarritz beziehungsweise Bayonne in Frankreich.

Wenn du in deiner Reisezeit für den Jakobsweg flexibel bist, kannst du dir zum Beispiel für deutlich unter 100 Euro einen Hin- und Rückflug nach Porto buchen. Eine kurze Recherche der aktuellen Flugpreise hilft dir ganz einfach dabei ein kostengünstiges Flugticket zu finden.

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Pro-Tipp: Um auf dem Jakobsweg nicht unter Zeitdruck zu geraten, empfehle ich dir deine Rückreise ab Santiago de Compostela erst kurzfristig während deiner Pilgerreise zu buchen. Nichts kann dir mehr den Spaß am Pilgern nehmen als festzustellen, dass du einem fixen Zeitplan hinterherrennen musst.

Umweltbewusster kommst du mit der Bahn oder Fernbussen nach Spanien beziehungsweise Portugal. Jedoch musst du für die An- und Abreise deutlich mehr Zeit einplanen. Rechtzeitig gebucht, sind die Kosten für deine Fahrten, den Preisen eines Flugtickets ähnlich.

Auch die Kosten deiner noch zu beschaffenden Pilgerausrüstung, wie Schuhe oder einen passenden Rucksack, einzuschätzen, ist schwierig. Zum einen, weil nur du am besten weist, was du noch an Ausrüstung für den Jakobsweg benötigst. Und, auch der persönliche Geschmack, Vorlieben für Materialien und Marken eine große Rolle spielen.

Deshalb halte ich es für sinnvoll, diesen Teil meiner Kosten für den Jakobsweg zu vernachlässigen. Was ich als Pilger in meinen Rucksack packe, zeige ich dir auf meiner Packliste.

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Pro-Tipp: Nutze Cashback-Programme, um die Kosten für deine An- und Abreise sowie für noch fehlende Ausrüstung gering zu halten. Solltest du für deine Reisen ins Ausland keine Kreditkarte habe, dann empfehle ich dir die kostenlose Visa Card der DKB Bank, welche dir auch ein umfangreiches Cashback-Programm bietet. Oder nutze Portale wie MyCashbacks, um beim Buchen und Shoppen Geld zu sparen.

Jakobsweg Herbergen: Kosten für Übernachtungen auf dem Camino de Santiago

Auf allen Jakobswegen gibt es für Pilger unterschiedliche Möglichkeiten zu übernachten. Von einer einfachen Pilgerherberge bis hin zu einem luxuriösen Hotel findest du mit Sicherheit immer die passende Unterkunft für deine Bedürfnisse.

Pro-Tipp: Mehr über die Möglichkeiten als Pilger auf dem Jakobsweg zu übernachten, erfährst du in meinem Erfahrungsbericht zu den Pilgerherbergen. Dort bekommst du viele Erläuterungen, Informationen und Tipps zu den Herbergen und Unterkünften auf den Jakobswegen in Portugal und Spanien.

Die geringsten Kosten für eine Übernachtung entstehen dir in den Pilgerherbergen öffentlicher Träger, wie den Städten, der katholischen Kirche oder verschiedenen Jakobsweg Vereinen und Initiativen. Für eine Dusche und einen Schlafplatz werden in der Regel zwischen 5 Euro und 10 Euro berechnet.

Großen Luxus darfst du für diesen Preis jedoch nicht erwarten. In den meisten Herbergen gibt es zumindest die Möglichkeit zu kochen oder eine Mikrowelle, um mögliche Reste vom Vortag warm zu machen.

Pro-Tipp: Bevor du jedoch Zutaten kaufen gehst, empfehle ich dir die Ausstattung der Küche zu prüfen. Es kann durchaus sein, dass zwar eine Küche vorhanden ist, jedoch die Kochutensilien fehlen.

Voraussetzung um in den öffentlichen Pilgerherbergen übernachten zu können ist, dass du dich als Pilger ausweisen kannst. Hierfür musst du einen korrekt ausgefüllten Pilgerpass vorweisen können. Anderenfalls bleibt dir nur die Möglichkeit in einer Pension oder einem Hotel zu übernachten.

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Nicht mehr ganz so günstig wie eine öffentliche Pilgerherberge und auch nicht in jedem Fall komfortabler, sind private Herbergen. Für eine Übernachtung wird von den Betreibern zwischen 10 Euro und 20 Euro verlangt.

Ganz ähnliche Kosten kommen auf dich zu, wenn du in einem Hostel oder einer günstigen Jugendherberge übernachten willst.

Auf meinem Weg entlang des Camino del Norte habe ich im Durchschnitt für 20 Euro pro Nacht in Hostels übernachtet. In diesem Preis ist oftmals ein kleines Frühstück (Müsli, Kaffee und Toast mit süßem Aufstrich und Käse) enthalten. Nicht großartiges, jedoch für den Start in den Tag völlig ausreichend.

Wenn du auf dem Jakobsweg mehr Privatsphäre und Luxus genießen willst, dann sind Pensionen oder Hotels die besseren Unterkünfte für dich. Je nach Lage und Ausstattung sind den Kosten für eine Übernachtung natürlich keine Grenzen gesetzt.

Für eine Übernachtung in einem Hotel entlang der Jakobswege solltest du Kosten von durchschnittlich 50 Euro für ein Einzelzimmer einplanen. Mit der Buchung eines Hotels über einen DKB Cashback Partner oder MyCashbacks kannst du deine Reisekosten durch zusätzliche Vergünstigungen und Rabatte geschickt senken.

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Jakobsweg Unterkünfte: Rechenbeispiel für Übernachtungskosten auf dem Camino del Norte

Für die Dauer deiner Pilgerreise gilt es, einen guten Mix aus den unterschiedlichen Möglichkeiten für eine Übernachtung zu finden. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass du auf dem Jakobsweg nicht immer nur in Pilgerherbergen, Hostels oder Jugendherbergen übernachten wirst. Es wird Tage geben, an denen du hinter dir einfach nur eine Tür schließen möchtest und deine Ruhe genießen willst.

Um für die Dauer deiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg die Kosten pro Tag zu kalkulieren, benötigen wir den durchschnittlichen Preis für eine Übernachtung.

Die Kosten für eine Übernachtung sind auf den anderen Jakobswegen ähnlich, so dass du die hier verwendeten Beträge auch für deine Route auf dem Camino Portugués, Camino Primitivo oder Camino Francés zugrunde legen kannst.

Annahmen für das Rechenbeispiel:

Der Camino del Norte in Spanien ist mit einer Länge von 832 km ausgewiesen. Gehen wir davon aus, dass du täglich eine Etappe von knapp 22 km auf dem Jakobsweg laufen wirst, wird deine Pilgerreise von Irún nach Santiago de Compostela 39 Tage dauern.

Berücksichtigen wir noch drei Pausentage, zum Beispiel im wunderschönen Bilbao, Santander und Gijón, rechnen wir in unserem Beispiel mit 42 Übernachtungen.

Entscheidend ist, um die durchschnittlichen Kosten pro Tag für eine Übernachtung in den verschiedenen Unterkünften berechnen zu können, wie häufig du in einer Herberge für Pilger, einer Jugendherberge oder einem Hotel übernachtest.

Anzahl der Übernachtungen je Unterkunftstyp:
  • 3 Übernachtungen in einem Hotel für durchschnittlich 50 Euro pro Nacht,
  • 4 Übernachtungen in einer Jugendherberge für durchschnittlich 20 Euro pro Nacht,
  • 7 Übernachtungen in einer privaten Herberge für durchschnittlich 15 Euro pro Nacht,
  • 28 Übernachtungen in einer öffentlichen Pilgerherberge für durchschnittlich 8 Euro pro Nacht

Die durchschnittlichen Kosten für eine Übernachtung auf dem Jakobsweg belaufen sich dann auf 13,31 Euro. Ich denke, dass du mit 13 Euro bis 14 Euro pro Übernachtung einen soliden Betrag hast, den du für die Kalkulation deiner Übernachtungskosten auf dem Jakobsweg verwenden kannst.

Pro-Tipp: In den Herbergen kannst du nur mit Bargeld bezahlen. Denke daher daran, dass dir im Ausland für das Abheben von Bargeld teure Gebühren entstehen können. Wie ich weltweit ohne Auslandseinsatzgebühren Bezahlen und kostenlos Geldabheben kann, zeige ich dir in meinem Artikel über die besten Reisekreditkarten für den Urlaub.

Jakobsweg Verpflegung: Kosten für Essen und Getränke auf dem Camino de Santiago

Wie bei vielen anderen Reisen, ist es auch auf dem Jakobsweg günstiger, wenn du dich selbstversorgst. Vor allem, wenn du am Abend mit anderen Pilgern gemeinsam kochst. Aber auch ohne gemeinschaftliche Kochabende halten sich auf dem Jakobsweg die Kosten für deine Verpflegung in einem überschaubaren Rahmen.

Insbesondere dann, wenn du geschickt einkaufen gehst und gerne mal ein selbstgemachtes Sandwich oder einen frischen Salat isst. Möchtest du nicht gleich dein eigenes 3-Gänge-Pilgermenü kochen, dann solltest du dich mit durchschnittlich 10 Euro pro Tag auf dem Jakobsweg verpflegen können.

Für Pilger gibt es auf dem Jakobsweg auch so genannte Pilgermenüs – auf Spanisch: Menu del Peregrino. Pilger bekommen für einen wirklich günstigen Preis zwischen 8 Euro und 15 Euro ein 3-Gänge-Menü inklusive Getränk (Wasser und/oder Wein) serviert.

Wenn du während deiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg nicht so genau auf die Kosten schauen musst, dann sind diese Menüs vielleicht eine Alternative zum Selbstkochen für dich.

Spanisch oder Englisch für den Jakobsweg?

Wie verständigen sich Pilger auf dem Jakobsweg?

Jedoch lassen sich nicht in jeder Stadt Restaurants finden, in denen Pilgern ein solches Menü serviert wird. Dennoch solltest du deine Augen für derartige Angebote aufhalten, wenn du am Abend lieber Essengehen und nicht selbst kochen möchtest. Oder es in deiner Pilgerherberge schlichtweg keine Küche gibt.

Viele Restaurants bieten auch ein Menu del Dia (Menü des Tages) an, welches vom Umfang und Preis einem Pilgermenü ähnlich ist.

Wenn du deinen Tag als Pilger auf dem Jakobsweg lieber entspannt angehst, dann kannst du in vielen kleinen Bars und Bäckereien für rund 5 Euro ausgezeichnet bei Kaffee und Tortilla, Omelett oder einem riesigen Bocadillo (Bezeichnung für Sandwich in Spanien) frühstücken.

Bei einem guten Mix aus Selbstversorgung und Restaurantbesuchen, solltest du für deine Verpflegung auf dem Jakobsweg mit Kosten von durchschnittlich 13 Euro pro Tag rechnen.

Jakobsweg Kosten: Wie viel kostet das Pilgern auf dem Jakobsweg in Portugal und Spanien?

Die wenigste Pilger, die mir auf meinen Jakobsweg begegnet sind, haben während ihrer Pilgerreise asketisch gelebt und haben ganz bewusst auf bestimmte Annehmlichkeiten sowie Genüsse verzichtet. Ich gehöre ebenfalls nicht zu diesem Kreis von Pilgern und habe es mir auf dem Jakobsweg gut gehen lassen, ohne gezielt auf bestimmte Dinge zu verzichten.

Wenn man die Kosten für deine An- und Abreise sowie eventuell noch fehlende Ausrüstung außeracht lässt, finde ich ein tägliches Budget von 27 Euro für Übernachtung und Verpflegung völlig in Ordnung.

Meine Kosten auf dem Camino del Norte

Als Anfänger hat mich meine erste Pilgerreise auf dem Camino del Norte durchschnittlich 31 Euro pro Tag gekostet. Eine Woche auf dem Jakobsweg kostete mich somit 217 Euro.

In diesem Betrag sind all meine Ausgaben, wie mein Flughafentransfer, die Kosten für Übernachtungen, Verpflegung sowie das Eintrittsgeld für das Guggenheim Museum in Bilbao und ein T-Shirt als Souvenir berücksichtigt.

Mein größter Kostenfaktor liegt eindeutig beim Essen und Trinken. Hierfür habe ich auf dem Jakobsweg das meiste Geld ausgegeben, da ich nahezu jeden Morgen frühstücken gegangen bin und es auch am Abend vorgezogen habe lieber essen zu gehen. Nicht zu vergessen sind der ein oder andere Kaffee beziehungsweise Wein während den Pausen.

Mit etwas mehr Selbstverpflegung wäre es natürlich möglich gewesen, auch mit einem kleineren Budget auf dem Jakobsweg pilgern zu gehen.

Ebenso, wenn ich meine Pausentage nicht in einer nobleren Unterkunft verbracht, sondern mich in kleinere Pensionen eingebucht hätte. Im Durchschnitt habe ich hier 48 Euro pro Nacht bezahlt, was bei drei Übernachtungen die Kosten deutlich nach oben treibt.

Meine Kosten auf dem Camino Portugués

Das zeigt auch die Analyse meiner Kosten für meine Pilgerreise auf dem portugiesischen Jakobsweg. Auf dem Camino Portugués habe ich nämlich durchschnittlich nur 22 Euro pro Tag gebraucht. Meine Kosten auf dem Jakobsweg in Portugal summieren sich somit auf 154 Euro pro Woche.

Hier habe ich Bars und Restaurants gemieden und mich ausschließlich selbstverpflegt sowie in öffentlichen Pilgerherbergen übernachtet. Aufgrund der geringen Distanz zwischen Porto und Santiago de Compostela, sind mir auch keine zusätzlichen Kosten für Übernachtungen an Pausentagen entstanden.

Wie viel kostet das Pilgern auf dem Jakobsweg?

Wie du siehst, ist es durchaus möglich mit wenig Geld auf dem Jakobsweg pilgern zu gehen. Daher bin ich mir auch ziemlich sicher, dass du nicht wirklich mehr als 210 Euro pro Woche auf dem Jakobsweg benötigen wirst und dennoch auf nichts verzichten brauchst.

Der größte Kostenfaktor für eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg wird für Anfänger die Beschaffung der wirklich wichtigen Pilgerausrüstung sein. Insofern du nicht bereits über gute und strapazierfähige Kleidung, Schuhe sowie einen Schlafsack und passenden Rucksack verfügst.

Vor allem solltest du keine Kompromisse bei deinen Schuhen und deinem Rucksack eingehen. Am falschen Ende gespart, kann sich dies teuer rächen, wenn du zwar für den Jakobsweg fit bist, du jedoch deine lang geplante Pilgerreise nach Santiago de Compostela dennoch frühzeitig beenden musst.

Du bist dir nicht sicher welche Kosten auf dem Jakobsweg auf dich zu kommen? Hinterlasse deine Gedanken, Fragen und ein Feedback zu diesem Artikel als Kommentar.

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Jakobsweg Kosten: Wie viel kostet es den Camino Portugués zu gehen?
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31 Gedanken zu „Jakobsweg Kosten: Wie viel Geld kostet das Pilgern auf dem Jakobsweg?“

  1. Guten Tag,

    ich würde gerne im April drei Wochen pilgern, habe aber diesbezüglich keine Erfahrungen!
    Welche Route würden Sie mir empfehlen?

    Vielen Dank im Voraus,

    Anne

    Antworten
    • Hallo Anne,

      vielen Dank für deine Frage! Leider ist es nicht ganz so einfach dir eine wirklich gute Antwort auf diese zu geben. Die Pilgerwege in Spanien nach Santiago de Compostela sind einfach viel zu unterschiedlich.

      Der Camino del Norte fordert seinen Pilger entlang der Nordküste Spaniens schon recht ordentlich, da einzelne Etappen an zu bewältigenden Höhenmetern nur so strotzen. Gerade zu Beginn im Baskenland.

      Der Camino Francés führt hingegen durch Ebenen die im Vergleich zu den anderen Jakobswegen nicht gerade viel Abwechselung bieten. Zudem ist dies der beliebteste Jakobsweg und auch recht ordentlich mit Menschen gefüllt. Allerdings gibt es hier auch die beste Infrastruktur für die Pilger.

      Der Caminho Portugues führt ebenfalls entlang wunderschöner Küstenlandschaften in Portugal und Spanien und ist mit seinen 240km ab Porto auch ganz bequem in 2 Wochen zu schaffen. Auch wenn einzelne Etappen mit ein paar wenigen Höhenmetern zu laufen sind.

      Pilgereinsteigern beziehungsweise Menschen, welche noch nie eine Fernwanderung gemacht haben, würde ich den Caminho Portugues empfehlen. Zeitlich und auch die Distanz ist wirklich überschaubar und die Anforderungen der Wegstrecke sind nicht gar so groß. Landschaftlich absolut ein Schmankerl: abwechslungsreich und schön!

      Vielleicht hast du ja auch zwischenzeitlich eine Entscheidung getroffen. Lass mal hören, für welchen Jakobsweg du dich entschieden hast.

      Buen Camino, Torsten …

    • Hallo Melanie!

      Wenn du nur die letzten 100km eines der vielen Jakobswege in Spanien pilgern möchtest, dann reichen 9 Tage dafür völlig aus. Bei durchschnittlich 23km am Tag wärst du in gut 4 Tagen in Santiago de Compostela.

      Sofern du diese Distanz in deinem Pilgerausweis durch Stempel nachweisen kannst, erhältst du im Pilgerbüro auch deine Pilgerurkunde. Ist aber kein Muss!

      Liebe Grüße, Torsten …

  2. Hallo,
    Ich möchte mir demnächst meinen Traum erfüllen und auch endlich den Jakobsweg wandern. Habe mich für den Camino portugues entschieden, da dieser ja überschaulich ist. Würde auch am liebsten Zelten gehen, bin aber noch etwas unschlüssig. Bekomme ich trotzdem Stempel in den Herbergen wenn ich Zelte? Und sollte man eher Wildcampen oder bei Herbergen fragen ob man im Garten schlafen könnte ? Und sofern man bei einer Herberge zeltet, darf man dann trotzdem die sanitären Anlagen benutzen für ein kleineres Entgelt oder wie ist das geregelt ? Vielen lieben Dank schon mal
    mfg Angelina

    Antworten
    • Guten Morgen Angelina!

      Der Caminho Português ist genau richtig, wenn du dich das erste Mal auf eine Pilgerreise begibst oder deine erste Langzeitwanderung planst.

      Und wie du selbst schreibst, mit 235 Kilometern Länge ist dieser Jakobsweg überschaubar und wäre in auch im Rahmen einer normalen Urlaubszeit ohne Stress zu schaffen – im Vergleich zum Camino del Norte mit um die 835 Kilometer.

      Zur der Zeit als ich den Camino Portugues gelaufen bin, sind mir keine Pilger begegnet, welche auf diesem Jakobsweg mit dem Zelt unterwegs waren.

      Auch würde ich sagen, dass die Herbergen auf dem Camino Portugues nicht dazu geeignet beziehungsweise vorbereit sind, um Pilger mit Zelt „aufzunehmen“. Hier mangelt es einfach an den Grünflächen! Daher wäre Wildcampen wohl die einzige Alternative zu einer Übernachtung in einer Pilgerherberge.

      Grundsätzlich wäre es jedoch so, dass man als Zeltpilger ebenfalls die sanitären Anlagen der Pilgerherberge nutzen kann, sofern man dort übernachtet. Zumindest war dies auf dem Camino del Norte so.

      Bezüglich der Stempel für den Pilgerausweis brauchst du dir keine Gedanken machen. Diesen bekommst du auch ohne in den Pilgerherbergen übernachten zu müssen. In Bars, Restaurants und Kirchen kannst du dir durch einen Stempel deinen Pilgerweg ebenfalls dokumentieren lassen.

      Was macht dich denn in Bezug auf die Übernachtung unschlüssig?

      Grüße, Torsten …

  3. Hallöchen

    Ich möchte mir eines Tages meinen Traum vom Pilgern mit eigenem Pferd ermöglichen. Gibt es diesbezüglich bereits bekannte Ansprechpartner?

    Ich Google mich zwar durch, aber häufig findet man Tourismus Angebote mit fremden Pferden als eine Art Pauschalreise…

    Bin daher dankbar für jeden Tipp.
    Gruß Annabell

    Antworten
    • Guten Abend Annabell!

      Was das Pilgern zu Pferde angeht, habe ich leider so gar keine Ahnung. Auch mein Versuch zu diesem Thema im Internet etwas Brauchbares zu finden ist eher unbefriedigend. Außer die üblichen Reiterreisen habe ich keine wirklich hilfreichen Informationen zu diesem Thema gefunden.

      Eine mögliche Quelle wäre vielleicht die Interviewpartnerin aus diesem Post – ich habe versucht Nadja einen Kommentar zu hinterlassen, damit sie vielleicht den Kontakt zu Lisa-Maria herstellen kann. Doch leider funktioniert die Kommentarfunktion auf ihrer Webseite nicht.

      Vielleicht schreibst du sie direkt mal über Facebook an. Oder per Mail? Ich glaube, auf dem kurzen Weg ist das besser, als wenn ich mich erst dazwischenschalte.

      Alternativ wäre vielleicht eine direkte Anfrage bei einer der Jakobsweggesellschaften. In meinem Artikel zum Thema Pilgerausweis habe ich fünf dieser Gesellschaften und Vereine verlinkt. Vielleicht findest du auch dort einen passenden Ansprechpartner.

      Tut mir leid. Gerne hätte ich dir mehr geholfen!

      Liebe Grüße, Torsten …

    • Hey Annabell!

      Vor ein paar Stunden hat mir Nadja ein Mail geschickt und mir mittgeteilt, dass Lisa-Marie einen Kanal bei YouTube hat. Über diesen Weg könntest du in jedem Fall mit ihr Kontakt aufnehmen und sie mal ausquetschen!!!

      Ich kann mir vorstellen, dass gerade im Hinblick auf die Unterbringung deines Pferdes viele Fragen bestehen. Also, einfach mal probieren.

      Ich hoffe du kommst so deinem Traum ein Stück näher. Ich drück dir die Daumen!

      Dir noch einen schönen Abend!

      Grüße, Torsten …

  4. Hi Thorsten,
    ich habe vor im Mai den Primitivo zu laufen. Ist mein zweiter weg nach dem Portugues dieses Jahr. Bin eine Frau und Laufe alleine. Auf dem Portugues was es überhaupt gar kein Problem. Der Primitivo ist aber etwas einsamer ,habe ich gehört. Was meinst du,ist es da auch so was alleine laufen als Frau angeht?
    Gruß
    Natascha

    Antworten
    • Guten Morgen Natascha!

      Es ist richtig, der Camino Primitivo ist mehr oder weniger noch ein Geheimtipp unter den Jakobswegen. Aufgrund seines anspruchsvollen Steckenprofils sind dort nur wenige Pilger unterwegs, so dass man hier noch fernab von Menschenmassen pilgern und die Zeit in Ruhe genießen kann.

      Es ist immer schwierig eine Antwort darauf zu geben, ob man als Frau alleine Pilgern gehen sollte. Passieren kann ja grundsätzlich immer etwas. Auch vor der eigenen Haustüre.

      Daher denke ich, dass das Risiko auf dem Camino Primitivo ebenso hoch ist wie auf dem Caminho Portugues und es grundsätzlich keine Probleme geben sollte.

      Vielleicht ist dir der super ausführliche Reisebericht vom Camino Primitivo von Gert bei deinen Vorbereitungen hilfreich. Gert ist unter anderem mit seiner Frau auf diesem Jakobsweg unterwegs gewesen. Ich habe dir mal den ersten Eintrag zu dieser Pilgerreise verlinkt.

      Ich hoffe du verwirfst dein Vorhaben nicht und wünsche dir viel Spaß beim Pilgern!

      Grüße, Torsten

  5. Hi Thorsten, ich habe das Gefühl ich muss einfach mal raus und mal was ganz für mich alleine tun. Da ich allerdings nie wandern gehe Frage ich mich ob Caminho Portugues der richtige Weg für mich ist. 100km kommt mir aber zu wenig vor und ich würde tatsächlich auch gerne 2 Wochen einfach mal mit mir sein. Da ich allerdings eine junge Frau ( 25) mache ich mir auch etwas Sorgen ob das ganz alleine eine gute Idee ist? Vielleicht kannst du mir ja sagen das das alles kein Problem ist und ich mich zu sehr Stresse? 😉 LG Theresa

    Antworten
    • Guten Morgen Theresa!

      Dein Gefühl kann ich absolut nachvollziehen. Daher kann ich dir nur empfehlen, dran zu bleiben und aus deiner jetzigen Welt auszubrechen.

      Egal, ob es nun der Caminho Portugues wird oder vielleicht auch eine ganz andere Sache beziehungsweise Herausforderung. Denn nichts ist schlimmer, als mit diesem Bewusstsein, weiterhin jeden Tag die gleichen Wege zu gehen.

      Der Caminho Portugues ist sehr eben und verläuft weitestgehend in Küstennähe, wo häufig Strände und Küstenabschnitten zum Verweilen einladen. Wenn du in Porto startest, sind es bis nach Santiago de Compostela zirka 240km.

      Also eine Strecke, die du gut in 10 oder 12 Tagen schaffen kannst, ohne dich hetzen zu müssen.

      Bevor ich auf den Jakobsweg aufgebrochen bin, war ich zwar viel unterwegs, aber so richtig wandern war das auch nicht. Ich bin quasi vom Bürostuhl direkt auf den Camino del Norte.

      Okay, ein bisschen vorbereitet hatte ich mich dennoch.

      Deine Sorge, ob es eine gute Idee ist, als Frau alleine auf den Jakobsweg zu pilgern, kann ich ein stückweit verstehen. Doch ganz offen: Könnten diese Dinge, welche deine Bedenken auslösen, nicht auch direkt vor deiner Haustüre passieren? Verhältst du dich deshalb im Alltag anders, als du es sonst tun würdest?

      Auf dem Jakobsweg sind mir einige alleinreisende Frauen begegnet. Du wärst also nicht die einzige Frau, welche ohne Begleitung auf dem Caminho Portugues unterwegs wäre.

      Hast du Instagram? Dort gibt es auf meinem Account in den Story-Highlights eine Art Broschüre zum Jakobsweg, in der ich zwei Pilgerinnen zu Wort kommen lasse, die alleine auf dem Caminho del Norte sowie dem Caminho Portugues unterwegs waren. Beide erzählen von einer problemlosen Pilgererfahrung.

      Die Profile der beiden Mädels sind in der Broschüre verlinkt, so dass du sie auch gerne noch einmal direkt kontaktieren kannst. Wenn du das möchtest.

      Die Story auf meinem Account solltest du dir auch ansehen können, ohne selbst dort registriert zu sein.

      Übrigens, wenn ich mir die Pilgerstatistiken der letzten Jahre ansehe, dann ist das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Pilgern auf den Jakobswegen nahezu ausgeglichen!

      Angenommen, es würde den Jakobsweg nicht geben, was würdest du dann machen wollen, um einfach mal raus zu kommen und etwas ganz für dich allein zu tun? Hast du da eine Vorstellung?

      Liebe Grüße aus (derzeit) Osaka, Torsten …

  6. Hallo Thorsten da du ja so viel Erfahrung hast auch von Porto bis Compostela würde ich gerne wissen ob auf dieser Strecke auch etwas gehobeneres bezüglich Übernachtung geboten wird außer Herberge?!
    Freue mich auf Nachricht liebe Grüße aus Teneriffa Birgit
    Ps . wollen zum 60. nächstes Jahr im September los!

    Antworten
    • Hallo Birgit!

      Vielen lieben Dank für dein Vertrauen! Es freut mich sehr, dies zu lesen.

      Entlang der Route des Caminho Portugués gibt es natürlich auch Hotels, Resorts und Ferienwohnung, die ihr als Herberge nutzen könnt.

      Während meiner Zeit auf dem Camino del Norte habe ich auch außerhalb der Pilgerherbergen und Hostels auf dem Jakobsweg übernachtet. Nur auf dem Caminho Portugués durchweg in den Herbergen.

      Gerne kann ich euch dazu ein paar Unterkünfte raussuchen bzw. zusammenstellen.

      Hierzu musst du mir allerdings mitteilen, ob ihr den ursprünglichen Caminho Portugués laufen wollt oder in der Variante Espiritual, bei dem der Jakobsweg ab Pontevedra wieder zurück in Richtung Küste führt.

      Wo ich mir jetzt schon sicher bin ist, dass die einzelnen Etappen vermutlich etwas anders in der Länge sind, als wenn ihr in den üblichen Pilgerherbergen übernachten würdet.

      Wie würdet ihr denn die Unterkünfte buchen? Am Morgen beim Frühstück am Handy oder vorab die ganze Route?

      Grüße, Torsten…

  7. Hallo Torsten,

    ich möchte sobald wie möglich (wahrscheinlich aber erst Ende Oktober) Pilgern gehen – zeitlich werde ich bis zu 3 Monate Zeit haben. Das wäre mein erster Pilgerweg.

    Für mich ist nun die Frage, welchen Weg
    – für Anfänger geeignet ist,
    – möglichst ruhig (und dennoch gut erschlossen) ist.
    – für den beginnenden Winter ebenfalls geeignet ist (gegen milde Temperaturen hätte ich gar nichts einzuwenden)

    Hört sich nach der eierlegenden Wolfmilchsau an, oder? Oder doch nicht?

    Anders gefragt: Ist der Camino francés auch für November, Dezember geeignet – und wenn ja, was gibt es zu beachten?

    Ich freue mich sehr über deine Antwort!
    Liebe Grüße von Kathleen

    Antworten
    • Hey Kathleen!

      Wenn ich nach deinen Anforderungen/Gegebenheiten für mich einen Jakobsweg auswählen müsste, dann würde ich mich zwischen dem Caminho Portugués oder dem Camino Francés entscheiden müssen.

      Beide Wege sind gut erschlossen und sind, was Höhenmeter angeht, auch für nicht geübte Pilger leicht zu meistern. Wobei der Camino Francés mit seinen 800 Kilometern mehr als dreimal so lang ist wie der Caminho Portugués.

      Wenn du es ruhiger magst, dann solltest du definitiv den Caminho Portugués in Betracht ziehen.

      Im Vergleich zum Camino Francés sind auf diesem Pilgerweg im Jahresdurchschnitt nur gut ein Drittel an Pilgern unterwegs. Da du aber außerhalb der typischen „Pilgersaison“ unterwegs sein wirst, sollte der Camino Francés ebenfalls nicht derart von Menschenmassen bevölkert sein, wie in den Sommermonaten.

      Was das Wetter angeht, so ist jeder der beiden Jakobswege auch im November/Dezember machbar. Es ist jedoch Abhängig von deiner Ausrüstung. Neben guten Schuhen, solltest du dich beim Packen deiner Ausrüstung definitiv auch auf kältere Temperaturen einstellen.

      Der Caminho Portugués ist in der Regel etwas wärmer als einige Etappen des Camino Francés. Jedoch könnte dieser aufgrund seiner Lage deutlich windiger sein.

      Wie du siehst gibt es eine eierlegende Wollmilchsau nicht wirklich.

      Allerdings sollte dies kein Hinderungsgrund sein nicht auch im Oktober, November oder Dezember auf dem Jakobsweg pilgern zu gehen.

      Viele Grüße aus Dänemark!
      Torsten

  8. Moin Torsten!

    Vielen vielen Dank für deine ausführliche Antwort!!

    Ich habe mich tatsächlich für den Camino Francés entschieden, eben weil er für mich als Anfängerin die scheinbar besten Bedingungen bietet.

    Morgen gehts übrigens los – mit der Bahn von Bremen über Paris und Barcelona nach Pamplona. Die Pyrenäen erspare ich mir (fürs erste), ab Pamplona ist es immer noch eine stolze Strecke.

    Wenn ich deine Tips so anschaue, dann habe ich tatsächlich in der Kürze der Vorbereitungszeit vieles beachtet – das ist beruhigend 😉

    Und jetzt wird es Zeit, dass es losgeht – sonst platze ich noch vor lauter Aufregung 🙂

    Danke nochmal und liebe Grüße von Kathleen

    Antworten
    • Hey Kathleen, gerne. Solltest du jemanden kennen der auch einmal auf dem Jakobsweg pilgern gehen möchte, dann würde ich mich freuen, wenn du meine Seite weiterempfehlen würdest. Per Facebook. Twitter. Oder wo man zukünftig auch immer mit anderen Menschen kommunizieren wird.

      Und erzähl doch mal, wie und was du auf dem Jakobsweg erlebt und gefühlt hast.

      Ich wünsche dir viel Spaß auf dem Jakobsweg. Buen camino!

      Grüße, Torsten …

  9. Hallo Thorsten,
    ab Mitte Mai 2020 geht es ab nach Oviedo für den Start zum Camino Primitivo. Dieses Jahr habe ich bereits den Camino del Norte mit vielen Blasenetappen absolviert. Obwohl ich sehr gut vorbereitet war, blieb ich von den Blasen nicht verschont. Auch gut eingelaufene Schuhe von Meindl, Sandalen, Spezialsohlen, Salben etc.. blieb wie viele andere Pilger davon nicht verschont. Es war eine regerechte Tortura. Aber trotzdem glücklich und der Primitivo ist das nächste Ziel.
    Meine Frage : ich weiß, wahrscheinlich ist diese Frage schwer zu beanworten, weil jeder Mensch auf Blasen individuell reagiert. Jemand auf dem Weg meinte sogar, die Blasen wollen dir etwas sagen, man müsse mit ihnen sprechen, und dann vergehen sie wieder wie sie gekommen sind. Aber soweit bin ich genug Realist um das so anzunehmen.
    Aber trotzdem meine Frage: gibt es Tipps, für das Blasenmanagement ?

    danke für die Antwort
    BUEN CAMINO

    Antworten
    • Guten Morgen Rafael!

      Wie du selber schon richtig geschrieben hast, in Sachen Blasen reagiert jeder Mensch anders. Da können die Schuhe noch so gut eingelaufen sein oder spezielle Sohlen das Risiko minimieren. Wenn es einen trifft, muss man das meistens einfach so akzeptieren.

      Da ich lange Zeit das gleiche Problem hatte wie du, habe ich mal genauer beobachtet, wann denn die Blasen an meinen Füßen entstehen.

      Ich habe für mich festgestellt, dass bei mir das Risiko größer ist, wenn meine Füße leicht feucht werden. Sei es, weil die Luft im Schuh nicht richtig zirkulieren kann oder weil ich in den Pausen meine Füße in einem Bach gekühlt und anschließend nicht richtig abgetrocknet habe.

      Seitdem ich dies für mich festgestellt habe, achte ich einmal mehr darauf. Ebenso beim Kauf der Schuhe – wie wir beide wissen das A & O beim Pilgern und Wandern!

      Damit die Luft aus dem Schuh ungehindert raus kann, kaufe ich nur noch Wanderschuhe mit Leder als Material. In Sachen Klimamanagement ist Leder einfach unschlagbar. Zurzeit habe ich den Salewa MS MTN Trainer l in Gebrauch.

      Alternativ nutze ich den Scarpa Mojito GTX mit einem Materialmix aus Velourleder und einer Gore-Tex Membran. Auch diesen Schuh kann ich für kleinere Wanderungen und als Alltagsschuh empfehlen.

      Beide Schuhe lassen meine Füße wunderbar atmen!

      Zugleich trage ich immer Wandersocken, auch im Alltag. Ich schwöre dabei auf meine Falke TK2 und meine Wrightsocks (doppellagige Socke – quasi 2 Socken übereinander).

      Leider sind beide Socken nicht ganz so günstig, jedoch muss der Komfort passen. Denn mit dicken und offenen Blasen am Fuß, macht Wandern/Laufen definitiv weniger Spaß. Und das Pilgern auf dem Jakobsweg schon gar nicht!

      Mit der Kombination aus Socken und Schuhen habe ich seither nur gute Erfahrungen gemacht. Selbst auf Wanderungen in sehr schwülen/heißen Ländern wie zuletzt in Südkorea, Japan und Taiwan.

      Der Camino Primitivo würde mich auch noch sehr reizen. Mal schauen, wann es denn bei mir klappt. Derzeit sieht der Zeitplan für nächstes Jahr sehr eng aus. Aber, rennt ja alles nicht weg – ich lasse mich nur ungern hetzen.

      Ich wünsche dir auf dem Camino alles Gute und KEINE Blasen!

      Buen Camino, Torsten …

    • Hallo Rafael,
      Mein Tip für einen Camino ohne Blasen:
      bereits 1 Woche vorher jeden Abend die Füßen mit Hirschtalg ein cremen.
      Auf dem Weg hauchdünne Nylon Strumpfsöckchen anziehen und darüber dann gute Wandersocken/-Strrümpfe (ggf. Kompressions-)
      Diese hauchdünne Nylon Damensocken sind wie ein zweiter Haut und verhindern Blasenbildung.
      Hermannus

  10. Hallo zusammen,

    ich persönlich hatte letztes Jahr auf dem Camino am 2. Tag mit fürchterlichen Blasen zu kämpfen, trotz eingelaufenen Markenschuhen und Falke Wandersocken.

    Ich habe mich dann an einen Tipp eines erfahrenen Fernwanderers und Bergsteigers erinnert und auf ganz normale dünne Socken gewechselt und diese während der gesamten restlichen Wanderung getragen, ohne sie zu waschen. Auch habe ich bedacht, immer die selbe Socke am selben Fuß zu tragen. Das mag vielleicht im ersten Moment eklig klingen. Er hatte mir jedoch erklärt, dass neben den Schuhen auch die Socken eingelaufen sein müssen. Dieser Effekt geht jedoch wohl wieder beim Waschen der Socken verloren. Auch bleiben nach einer Wäsche mit Waschpulver wohl noch Psrtikel in den Socken, die die Reibung und somit die Blasenbildung fördern.

    Seitdem ich mich an diesen Ratschlag halte, habe ich keinerlei Probleme mehr. Auch dieses Jahr war ich 2 1/2 Wochen auf dem Camino unterwegs und hatte nicht eine Blase, obwohl ich mit 120 kg sicher kein Leichtgewicht bin und meine Schuhe und Füße daher entsprechend belastet werden.

    Viele Grüße und buen camino

    Antworten
    • Hallo Dominik,

      leider kommen die Blasen immer gleich zu Beginn einer Wanderung, so auch auf dem Jakobsweg.

      Es ist manchmal schon verwunderlich, dass man sich super eingelaufenen Schuhen auch noch eine Blase holen kann. Es scheint fast so, als ob es tatsächlich an der Socke liegt.

      Daher kann ich nur sagen, dass ich mit meinen Wrightsocks wirklich super zufrieden bin. Bei längeren Wanderungen bekomme ich diese, so wie du, auch nicht mehr von meinen Füßen. Seither bekomme ich auch keine Blasen mehr.

      Bei den Falke Wandersocken muss man aufpassen, denn die Socken gibt es nicht nur in unterschiedlichen Stärken, sondern auch in verschieden Materialzusammensetzungen.

      Die Falke TK1 und TK4 haben eine besonders starke Polsterung. Die TK2 Socken von Falke haben eine mittelstarke Polsterung und kommen gewöhnlichen Alltagssocken sehr ähnlich – diese gibt es auch mit einem Wollanteil von 70% Merinowolle und sind dabei auch nicht teurer als die anderen Modelle.

      Danke für deinen Tipp und die Erfahrung mit deinem Ratschlag!

      Grüße und Buen Camino, Torsten

  11. Hallo liebe Pilgerer,
    im Frühjahr 2018 bin ich von Saint-Jean-Pied-de-Port über Santiago nach Fisterra gepilgert. Von einem erfahrenen Pilger hatte ich zuvor ein paar Tipps bzgl. Blasenvermeidung bekommen, und die haben mich vor Blasen jeglicher Art bewahrt:
    – jeden Tag die Füße mit Fussbalsam morgens einmassieren
    – (Damen-) Füsslinge aus Nylon darüber anziehen (… und nicht mehr waschen)
    – Wandersocken darüber anziehen (waren von ALDI, keine Markenware)
    – (Wander-) Schuhe zwei Nummern größer kaufen, bei mir statt 45 jetzt 47
    Nach der täglichen Wanderung Füße waschen und gut trocknen lassen.
    Viel Erfolg beim Nachmachen
    Lg. Albert

    Antworten
    • Hey Albert,

      ich bin ja schon erstaunt, dass du dir Schuhe gleich in zwei Nummern größer gekauft hast. Wahnsinn! Warst du dafür in einem Schuhgeschäft und hast dich beraten lassen?

      Tipp für alle die sich noch Schuhe kaufen müssen:

      Nehmt am besten die Sohle aus dem Wanderschuh raus und stellt euch drauf. Zwischen eurem längsten Zeh und zum Rand der Sohle sollte dann noch Platz für euren Daumen sein. Unbedingt viel mehr sollten es auch nicht sein, sonst wäre der Schuh einfach zu groß und eure Füße hätten zu viel Spiel beim Laufen.

      Passt das, dann schaut, ob ihr nicht an den Seiten über die Sohle drüber quellt. In diesem Fall wäre der Schuh einfach zu schmal für euch.

      Ob der Wanderschuh wirklich passt, könnt ihr in einem Fachgeschäft auf einer kleinen Teststrecke probieren. Lauft hierzu unbedingt bergab. Drück der Schuh an den Zehen, dann ist dieser doch noch zu klein.

      Wichtig für die Anprobe: Geht am späten Nachmittag (Hitze, langes Sitzen und wenig Bewegung lassen deine Füße anschwellen) und mit euren Wandersocken ins Geschäft!

      Guten Rutsch und buen Camino, Torsten …

  12. Hey, ich bin Celina und will mich Mitte März auf den Weg machen und den Küstenweg in Portugal entlang wandern.

    Ich habe eine Frage zur Ausrüstung. Hast du Tipps wo ich passende Schuhe und einen Rucksack bekomme, die nicht so teuer sind?

    Ich bin Student und habe zwar etwas gespart aber das werde ich sicher für die Reise brauchen, zumindest nach deiner Preisrechnung.

    Vielleicht hast du ja einen Tipp. Danke, liebe Grüße. 🙂

    Antworten
    • Guten Morgen Celina!

      Rucksack und Schuhe sind die wichtigste Ausrüstung beim Wandern beziehungsweise Pilgern auf dem Jakobsweg. Selbst auf kleineren Strecken müssen diese tadellos passen, wenn du dir Schmerzen ersparen und Spaß an der Sache haben willst.

      Da es bei einem Rucksack und den Schuhen um das Look & Feel geht, solltest du in jedem Fall beides in einem Fachmarkt anprobieren. Der Rücken des Rucksacks und das Tragesystem müssen zu deinem Körper passen, ebenso wie deine Schuhe.

      Rucksack ist nicht gleich Rucksack. Es gibt spezielle Versionen für Frauen, bei denen die Brust- und Schultergurte an die weibliche Anatomie angepasst sind. Diese Rucksäcke sind in der Regel mit SL gekennzeichnet.

      Für den Jakobsweg brauchst du auch keinen riesigen Rucksack mit 60 Litern und mehr. Je nach dem, wie viel du mit auf den Jakobsweg nehmen möchtest, sollte ein Rucksack mit um die 40 Liter Fassungsvolumen ausreichend sein.

      Meine Jakobsweg Packliste hast du gesehen?

      Meine Freundin arbeitet in einem Unterwegs Outdoor Shop und ihre Kundinnen kaufen häufig einen von diesen beiden Rucksäcken für ihre Pilgerreise:

      Deuter Aircontact Lite 35+10 SL
      Deuter Trail Pro 34 SL

      Sie persönlich liebt ihren Gregory Jade 38 und spricht immer wieder eine Empfehlung für diesen Rucksack aus. Zum einen, weil dieser Rucksack super leicht ist und ihr den besten Tragekomfort bietet.

      Aber wie gesagt, dass sind persönliche Empfindungen. Daher unbedingt den Rucksack und die Schuhe in einem Fachmarkt mit Beratung anprobieren.

      Um jetzt mal endlich auf deine Frage zu antworten: Wo kann man passende Schuhe und einen Rucksack günstig kaufen?

      Günstig einen Rucksack und Schuhe kaufen, wirst du am ehesten in einem Onlineshop. Oder in einem lokalen Laden, der dir auch die Preise aus seinem oder einem anderen Onlineshop gibt. Ein Versuch danach zu fragen ist es wert.

      Anders sparen wirst du nur können, wenn du bei der Qualität, dem Material- und/oder Produkteigenschaften sparst – so zumindest meine Meinung zu vielen Produkte bei Decathlon.

      Meine Erfahrungen zeigt mir, dass es sinnvoll ist in eine „bessere“ Ausrüstung zu investieren … zumal man von diesen Sachen auch einfach länger etwas hat. Meinen Rucksack Deuter Alpamayo 60+10 habe ich seit über 10 Jahren.

      Ich weiß, als Studentin nicht wirklich machbar, wenn man finanziell nicht den Rahmen hat. Da hilft es nur, deine Eltern oder Großeltern um Support zu bitten. Es ist ja auch für eine gute Sache!

      Solltest du als Studentin bei der DKB Bank ein kostenloses Girokonto mit gebührenfreier Kreditkarte haben, dann schau dort mal bei den Cashback-Partnern. Neben Bergfreunde, gibt es dort auch viele andere Partner bei denen du für deinen Einkauf einen DKB Cashback bekommst. Eventuell ist dort ja auch noch ein passender Shop für dich dabei.

      Alternativ kannst du auch Portale wie MyCashbacks nutzen, um Geld beim Kauf deiner Pilgerausrüstung zu sparen.

      Ich hoffe, dass dir diese Antwort irgendwie hilfreich ist und wünsche dir jetzt schon viel Spaß auf dem Camino Portugues!

      Buen Camino, Torsten …

  13. Hallo Torsten!

    Ein großes Lob und vielen lieben Dank für einen Einblick in deine Ausgaben. Dein Artikel hilft mir bei meiner Planung sehr weiter. Ich will Ende September bzw. Anfang Oktober noch auf dem Jakobsweg in Portugal pilgern gehen.

    LG Beatrice

    Antworten
    • Guten Morgen Beatrice,

      vielen lieben Dank für dein Feedback! Es macht mich immer wieder glücklich, Kommentare wie deins zu lesen.

      Mir bleibt an dieser Stelle nichts anderes übrig, als dir viel Spaß auf dem Caminho Português de Santiago zu wünschen.

      Buen Camino, Torsten…

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